Sport : Schuld sind die anderen

Torsten Geiling erklärt, wieso der Club nicht Meister wird

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Der FC Bayern, das ist Spannung, Kampf und Emotionen – zumindest neben dem Fußballplatz. Denn an der Tabellenspitze hat der Verein seit scheinbar ewigen Zeiten eine Langeweile verbreitet, die nun auch noch im Gewinn der Schale gipfelte.

Wenn es wenigstens die spielerischen Qualitäten – der durch DFLGelder finanzierten Ballack und Ze Roberto – oder die Einschüchterungsattacken von Oliver Kahn gegen den Leverkusener Thomas Brdaric und den Bremer Ailton gewesen wären, welche den Münchnern zum achtzehnten Male die Schale in die Hände spielte. Stattdessen sorgten dafür wieder einmal die Konkurrenten selbst – durch ihr unmotiviertes Gekicke und ihre Dummheit.

In vorderster Reihe steht hier neben Dortmund und Stuttgart der 1. FC Nürnberg, der um den Titel mitspielen würde, hätte das Spiel nur 75 Minuten. Doch so sorgt der Club lieber im Abstiegskampf für das große Zittern.

Die einstmals so spannende Meisterschaft interessierte niemanden – noch nicht einmal die schadenfrohen Bayern-Fans, da kein Schalker weint und kein Calli zusammenbricht. Stattdessen hat sich die Bayern-Gemeinde auf einen Umzug nach Italien in die Serie A gefreut. Doch dort will sie überraschenderweise niemand haben.

So werden die Bayern wohl auch in der nächsten Saison von Sieg zu Sieg stolpern und gähnende Langeweile in den deutschen Stadien verbreiten. Zumindest die Nürnberger dürfen noch hoffen, dass ihnen das erspart bleibt.

Torsten Geiling ist Autor des „FC Bayern Hass-Buches“ (Eichborn) und Anhänger des 1. FC Nürnberg.

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