Sport : Schuld und Einsicht

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Berlin - Joachim Gauck hat feste Prinzipien. Das hat er als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen bewiesen; diesen will er auch in seiner neuen Funktion treu bleiben. Gauck ist neuer Vorsitzender des Beratungsgremiums in Stasi-Fragen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Zuletzt hatte er mit der Äußerung Aufregung entfacht, der belastete Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer solle weiterhin seinen Beruf ausüben können. Nach der ersten Sitzung des Gremiums am Montag in Berlin stellte Gauck klar, dass „Steuer sicher keine repräsentativen Aufgaben mehr übernehmen wird“. Eine Teilnahme Steuers an Wettkämpfen als Privat-Trainer sei aber jederzeit möglich: „Ich glaube, dass er in keiner Weise stolz ist auf das, was er getan hat.“ Das Prinzip der Reue und des Schuldeingeständnisses will das Gremium auch bei künftigen Entscheidungen berücksichtigen. Der DOSB will aber weiterhin jeden Verdachtsfall konsequent überprüfen. tsl

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