Sport : Schulter an Schulter

Esther Kogelboom

gefallen die neuen Trikots der deutschen Elf Der Deutsche Fußball-Bund wollte die neuen Heimtrikots der Nationalmannschaft eigentlich erst im November offiziell vorstellen – an diesem Termin kann Theo Zwanziger sich jetzt etwas anderes vornehmen. Einem Fotografen ist es nämlich gelungen, Asamoah schon vorher in neuer Trikotage abzulichten. Und auch, wenn das Design rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ansonsten eher zweifelhaft ist (Logo, Goleo), die Hemden und Hosen der deutschen Elf sind gut gemacht.

Feine schwarze Linien, die im oberen Drittel horizontal verlaufen, lassen die breiten Schultern der Spieler noch breiter und damit angriffslustiger wirken. Die feinen schwarz-rot-goldenen Schlenker, die in der Armbeuge entspringen und bis hinab zur Hose fließen, machen die Taille dynamischer. Beruhigend: Die Spieler wurden vom Sponsor Adidas nur sehr dezent beflaggt; das strenge, bereits bekannte Schwarz-Weiß-Konzept setzt sich bei der vorder- und rückseitigen Nummerierung fort. Die eckenlosen Ziffern sind nicht durchgängig schwarz, sondern werden dominosteinartig abwechselnd von dünnen weißen Farbflächen unterbrochen. Gute Idee, denn so erscheint der Kontrast weniger streng. Einziger Kritikpunkt: Die Details auf dem Hemd erinnern vielleicht ein bisschen an die im vergangenen Jahrzehnt so beliebten Tribal Tattoos.

Trotzdem wirken die neuen Trikots im Gesamteindruck zurückgenommen, fast schon angenehm unterkühlt und sehr modern. In den Fanshops werden sie sich auf einen großen Ansturm einrichten müssen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben