Sport : Schumacher fährt vor

Der Weltmeister siegt im Qualifying vor Montoya

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Monza (fmb). Michael Schumacher zog das Mikrofon zu sich, und aus dem Boxen dröhnte metallisches Knistern. Da zog der Formel1-Weltmeister einen Moment lang vermeintlich schuldbewusst die Augenbrauen hoch. Ein kleiner Gag am Rande, aber warum nicht, der Ferrari-Pilot war bester Laune. Eine halbe Stunde zuvor war der fünfmalige Weltmeister in seinem Ferrari beim Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza auf die Pole-Position gerast. Zum fünften Mal auf dem besten Startplatz in dieser Saison.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sollte ausgerechnet Schumachers ärgster Rivale im Kampf um den WM-Titel die schnellste Zeit fahren. Doch im Schlussabschnitt seiner Runde unterlief Juan Pablo Montoya in seinem BMW-Williams ein Fahrfehler, und deshalb landete er im Qualifying nur auf Platz zwei. Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes wurde Vierter. Vor ihn schob sich noch Rubens Barrichello (Ferrari). Die WM-Favoriten Schumacher, Montoya und Räikkönen stehen am Start also eng beieinander, die Dramatik bleibt erhalten.

Die große Frage freilich ist, wer beim Qualifying in Monza mit wie viel Benzin gefahren ist. Die Platzierungen allein sagen nicht alles über die Stärke des Autos aus. Juan Pablo Montoya jedenfalls erzählte nach dem Qualifying süffisant: „Wir haben die optimale Rennabstimmung." Das heißt: Die Konkurrenz von Ferrari fuhr mit sehr wenig Sprit und war damit leichter und schneller. Beweis: keiner natürlich. Michael Schumacher ging darauf nicht ein. Er sagte nur: „Nach den zuletzt inakzeptablen Resultaten sind wir jetzt wieder dort, wo wir uns am liebsten sehen. Aber noch ist erst der kleinere Teil der Arbeit erledigt. Das Rennen müssen wir ja auch noch fahren.“

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