Sport : Schwach besiegt schwächer Hannover 96 schlägt den 1. FC Nürnberg 2:1

Hannover - Der 1. FC Nürnberg versinkt immer mehr im Abstiegskampf der Bundesliga. Auch im Auswärtsspiel bei Hannover 96 kassierte der DFB-Pokalsieger mit 1:2 (0:1) eine Niederlage und wartet weiterhin auf den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Thomas von Heesen. Dagegen freuten sich die zuletzt formschwachen Niedersachsen nach fünf erfolglosen Spielen über den ersten Sieg im Jahr 2008. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte Trainer Dieter Hecking.

Der Niederländer Arnold Bruggink mit seinem ersten Saisontor und der Ungar Szabolcs Huszti mit seinem achten Treffer waren vor 31 282 Zuschauer für Hannover 96 erfolgreich. Der eingewechselte Zvjezdan Misimovic schaffte kurz nach der Pause für die schwachen Nürnberger in einer Partie auf äußerst mäßigem Niveau den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Franken sind nunmehr seit sechs Partien erfolglos. „In der ersten Halbzeit waren wir viel zu brav. Nach dem 1:1 hatten wir 96 im Griff, haben dann aber ein dummes Tor gefangen“, sagte von Heesen. Der Trainer, der erneut den umstrittenen Schlussmann Jaromir Blazek aufgestellt hatte, heizte nach dem Spiel die Torwart-Diskussion neu an. „Ich habe mir die Szene vor dem ersten Gegentor im Fernsehen angesehen. Ich denke, man kann den Ball auch fangen.“ Vor Brugginks Tor hatte Blazek eine Flanke zur Mitte gefaustet.

Im Angriff wirkten die Gastgeber entschlossener als die harmlosen Nürnberger. Torjäger Mike Hanke traf nach 15 Minuten mit einem Kopfball die Latte, und die zweite 96-Chance führte gleich zum 1:0. Mit der Einwechslung von Misimovic und Robert Vittek wurde das Nürnberger Offensivspiel nach der Pause etwas lebendiger. Die Freude über das Ausgleichstor von Misimovic, der von Jan Koller gut in Szene gesetzt wurde, währte aber nicht lange. Szabolcs Huszti hatte keine Mühe, nach Vorarbeit von Hanno Balitsch und Benjamin Lauth aus kurzer Distanz das Siegtor zu erzielen. „So langsam müssen wir anfangen zu punkten“, sagte der enttäuschte Nürnberger Torschütze Misimovic. dpa

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