Sport : Schwach schlägt schwächer Eintracht Frankfurt besiegt Freiburg klar mit 3:0

Frank Hellmann

Die Welle, die schon vor dem Schlusspfiff durch das Waldstadion geschwappt war, wollte mit Abpfiff einfach nicht enden. Also versammelte Kapitän Alexander Schur die Kollegen nach Abpfiff noch einmal vor der Fantribüne, Frankfurts Fußballer nahmen sich an die Hand, stellten sich in Reih und Glied auf und stimmten ein in die Jubelarie. „Ohne diesen Sieg wäre es hier vorbei gewesen“, sagte Schur. Doch plötzlich, nach dem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den SC Freiburg gibt es wieder so etwas wie eine kleine Hoffung für die Frankfurter Eintracht.

„Wir haben den Kontakt wieder hergestellt“, sagte Trainer Willi Reimann, der seine Mannschaft als „engagiert und konzentriert“ pries. Auch der unumstrittene Trainer hatte seinen Beitrag zum ersten Sieg nach fünf Niederlagen geleistet: Das Vertrauen in zwei Stürmer zahlte sich ebenso aus wie die Entscheidung, das Spiel nicht wieder aus dem Baucontainer zu verfolgen, sondern stattdessen auf der Gegentribüne Platz zu nehmen. Damit ist die Innenraum-Sperre für Reimann abgegolten.

In einem mittelmäßigen Spiel unterstrichen die Freiburger nachhaltig, wie ihre desaströse Auswärtsbilanz zustande gekommen ist: kein Biss, kein Esprit, kein Engagement. Das Vorwärtsspiel war sinnfrei angelegt, das Abwehrspiel nicht fehlerfrei. Als Bruno Berner gegen Markus Beierle schubste, brachte Ervin Skela die bis dahin völlig verunsicherten Frankfurter per Elfmeter in Führung (29.). Christoph Preuß glückte mit dem Pausenpfiff das 2:0, Beierle legte noch zum 3:0 nach (73.). „Solche Niederlagen tun extrem weh“, sagte Freiburgs Trainer Volker Finke. Irgendwie scheint er zu ahnen, dass sein Team durchaus noch in den engeren Abstiegskampf geraten könnte. Gut für die Eintracht, die darauf setzt „Teams noch hinter uns zu lassen, die jetzt nicht mit dem Abstieg rechnen“, wie Schur sagte. Frankfurts Fans jedenfalls begannen auf dem Nachhauseweg schon fleißig, Tabelle und Restprogramm zu studieren.

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