Sport : Schwache Auftritte der Deutschen

Bundesligisten bleiben in der Europa League sieglos.

Berlin - Neben Borussia Mönchengladbach (siehe nebenstehender Text) stehen mit Bayer Leverkusen, Hannover 96 und dem VfB Stuttgart auch die übrigen deutschen Klubs vor schweren Aufgaben in ihren Rückspielen der Europa League. Der VfB kam am Donnerstag vor eigenem Publikum nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den KRC Genk hinaus. Leverkusen kassierte eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Benfica Lissabon, Hannover verlor in Moskau 1:3 (1:1) gegen Anschi Machatschkala. Damit stehen die deutschen Vertreter in den Rückspielen in einer Woche vor schwierigen Aufgaben.

Bei Hannovers Gastspiel auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions hatte Szabolcs Huszti die Niedersachsen zwar in Führung gebracht. Doch Superstar Samuel Eto’o, Odil Achmedow und Moubarak Boussoufa drehten das Spiel zugunsten der Russen. Beim Stand von 1:2 hielt Ron-Robert Zieler zudem einen von Eto'o geschossenen Foulelfmeter und verhinderte eine noch klarere Niederlage. „Die taktischen Feinheiten von Anschi haben uns alles abverlangt“, sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka, „wir konnten nicht so gut dagegenhalten, wie wir wollten.“

In Leverkusen besiegelte Oscar Cardozo mit seinem Treffer nach einem Konter in der 61. Minute die Niederlage für Bayer, das nun schon seit vier Begegnungen sieglos ist. Bei leichtem Schneetreiben zeigten die beiden Teams ein insgesamt flottes und engagiertes Match, dem allerdings zunächst die großen Torchancen fehlten. Nach einer Stunde hätte Leverkusen dann in Führung gehen müssen – lag aber plötzlich in Rückstand. Nach einem Eckball bekam Michal Kadlec im Lissaboner Strafraum den Ball wenige Meter vor dem Tor vor die Füße, scheiterte aber an Keeper Moraes. Im Gegenzug machte es Cardozo besser, der Bayers Schlussmann Bernd Leno lässig überlupfte. „Wir haben nur 0:1 verloren“, betonte Bayers Sportdirektor Rudi Völler und ergänzte: „Wir haben noch alle Chancen, auch wenn wir heute geknickt sind.“

Auch dem VfB gelang kein Schritt aus der Krise. Christian Gentner brachte die Schwaben in der 42. Minute zwar in Führung, doch dem Spiel der Schwaben war die Verunsicherung nach der jüngsten Negativserie in der Bundesliga deutlich anzumerken. Da auch der Vierte der belgischen Liga keinen großen Aufwand betrieb, plätscherte das Spiel ohne große Aufreger lange dahin – doch dann kam Genk in der Nachspielzeit durch ein Kopfballtor von Glynor Plet plötzlich doch noch zum Ausgleich. „Zum Glück gibt es ein zweites Spiel“, meinte Gentner. dpa

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