Sport : Schwaches Derby in Mannheim Hoffenheim und Stuttgart trennen sich 0:0

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat den Ansturm der TSG 1899 Hoffenheim abgewehrt, einen Sieg beim Aufsteiger aber verpasst. Vor 26 300 Zuschauern im ausverkauften Mannheimer Stadion trennten sich beide Klubs im baden-württembergischen Derby 0:0. Beide Teams bleiben damit in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga, verpassten aber jeweils ihren dritten Sieg in dieser Spielzeit. Die Zuschauer sahen anfangs eine abwechslungsreiche Partie, in der beiden Mannschaften der Respekt voreinander aber deutlich anzumerken war.

Die erste Chance vergab Jan Simak für den VfB bereits in der dritten Minute, für Hoffenheim scheiterte Vedad Ibisevic am ehemaligen Nationalkeeper Jens Lehmann. Simak war bei den Gästen einer von vier neuen Spielern, die Trainer Armin Veh nach dem 2:0-Sieg gegen Hannover 96 vor zwei Wochen aufgeboten hatte. Statt mit einer Viererkette agierten die Stuttgarter in der Abwehr mit drei Spielern auf einer Linie und einem kompakten Sechser-Mittelfeld davor. Nach temporeichem Beginn ließ die Spielfreude auf beiden Seiten Mitte der ersten Hälfte nach. Die vom Franzosen Matthieu Delpierre sehr gut organisierte VfB-Abwehr stand gegen die sturmstarken Gastgeber sicher, doch im Angriff war Nationalstürmer Mario Gomez zu sehr auf sich allein gestellt. Die beste Gelegenheit für Stuttgart vergab Martin Lanig, der nach schöner Kombination über Thomas Hitzlsperger und Simak auf das Tornetz köpfte. Auch nach der Pause begannen beide Teams schwungvoll. Zunächst traf Lanig für die Gäste nur das Außennetz, dann schoss Tobias Weis für Hoffenheim knapp am langen Pfosten vorbei. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel hektischer, die Höhepunkte seltener. Rangnick versuchte nach einer Stunde dem Angriffsspiel seines Teams durch die Einwechslung von Chinedu Obasi noch einmal neue Impulse zu geben. Doch der Nigerianer, der wegen seiner Olympia-Teilnahme und anschließender Verletzung erst am vierten Spieltag zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz kam, blieb ebenso wirkungslos wie Demba Ba und Ibisevic. Dennoch hätte der 22-Jährige acht Minuten vor dem Ende fast den Siegtreffer erzielt, doch auch er scheiterte an Jens Lehmann.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar