Sport : Schwan lobt 50 000 Mark für Hinweise zu den Morddrohungen gegen ihn aus

cc

Was Dieter Baumann recht ist, ist Robert Schwan billig. "Ich lobe 50 000 Mark für Hinweise zur Ergreifung der oder des Übeltäters aus", meldete Schwan gestern telefonisch aus seinem Domizil in Kitzbühel. Nach eigenen Angaben hatte Schwan über das Telefon seiner Firma in Maloja/Schweiz Morddrohungen erhalten. Schwan: "Man hat mir damit gedroht, mich umzubringen, wenn ich nicht als Vorsitzender des Aufsichtsrates von Hertha BSC zurücktrete." Aus Sicherheitsgründen war die für gestern vorgesehene Sitzung des Gremiums in einem Hotel im Grunewald bereits am Dienstagnachmittag abgesagt worden. Schwan kam erst gar nicht nach Berlin.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß sprach von "geeigneten Maßnahmen", die der Verein sofort nach den Drohungen ergriffen habe, um die Angelegenheit aufzuklären. So soll auch die Polizei in Berlin eingeschaltet worden sein. Nach Angaben Schwans sei auch die Staatsanwaltschaft involviert.

Der 78-Jährige hat nicht nur das Geld ausgelobt, er hat auch eine "private Organisation" mit Nachforschungen beauftragt. Schwan: "Ich ahne, welche Leute dahinter stecken." Die Belohnung gilt nach seinen Worten auch für Hinweise zu den Morddrohungen gegen Klaus Fehrmann. Der hatte nach diesen Drohungen seinen Rücktritt als Aufsichtsratsmitglied erklärt. Zuvor waren Fehrmann und drei weitere Mitglieder, die sich alle in einem Brief über die Vorgehensweise bei der Verpflichtung von Alex Alves beklagt hatten, von Schwan als "Kotzbrocken" und "Mischpoke" bezeichnet worden.

An einen Rücktritt vom Vorsitz denkt Robert Schwan nicht: "Ich lasse mich doch nicht von einem Anonymus ins Bockshorn jagen. Jetzt will ich erst recht im Amt bleiben." Die fällige Sitzung des Aufsichtsrates werde in Berlin an einem Ort stattfinden, den "außer uns niemand kennt". Neuwahlen finden erst im Mai statt.

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