Schweinsteiger am Ball : Löw: Kader-Entscheidung wird schwierig

Joachim Löw will seinen endgültigen 23-Mann-Kader für die Fußball-Europameisterschaft nicht von den letzten Eindrücken beim 1:3 im Testspiel gegen die Slowakei abhängig machen.

Schwierige Sache. Joachim Löw muss sich für seinen EM-Kader entscheiden.
Schwierige Sache. Joachim Löw muss sich für seinen EM-Kader entscheiden.Foto: AFP

„Dieses Spiel alleine macht für mich keine Entscheidung“, sagte der Bundestrainer am Sonntagabend in Augsburg vor dem Rückflug der Nationalmannschaft ins Trainingslager in der Schweiz. Insbesondere mit Blick auf die jungen Spieler, die zu den ersten Streichkandidaten zählen, sagte Löw: „Verdient hat es niemand, dass er nach Hause muss. Es wird schwierig, klar.“

Nur Bayern-Profi Joshua Kimmich und der Schalker Leroy Sané konnten am Sonntag im Stadion des FC Augsburg bei regulären Bedingungen vorspielen. Die nach der Pause zusätzlich gebrachten Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Julian Weigl (Borussia Dortmund) hatten auf dem aufgeweichten Rasen einen viel schwierigeren Stand. „Ich hatte mir ein anderes Debüt vorgestellt, aber man kann die Dinge nicht beeinflussen“, haderte Weigl etwas. „Die Entscheidung muss der Bundestrainer treffen. Ich werde weiter alles geben und aufsaugen.“

Die Auftritte gepaart mit den Eindrücken aus dem größtenteils geheimen Training in Ascona dürften Löw genügend Entscheidungshilfen liefern. Favorit aus dem Jung-Quartett für ein EM-Ticket bleibt das Offensiv-Talent Sané.

Der 20-Jährige ließ bei seinen Aktionen immer wieder erkennen, dass er mit Spielwitz, Tempo und seinen Fähigkeiten auf engstem Raum ein belebendes Element sein kann. Selbst auf dem aufgeweichten Rasen. Löw liebt Sanés Stärke, in die Räume hinter der Abwehr stoßen zu können. Zu ungenau im Abschluss verpasste der Schalker aber sein erstes Länderspieltor (30. Minute).

Am Dienstag muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bis 24.00 Uhr die 23 EM-Akteure an die UEFA melden. Löw will zuvor am Montag auch noch einmal mit den Medizinern über die verletzten und noch nicht fitten Spieler reden. Mit Bastian Schweinsteiger plant der Bundestrainer anscheinend. Der in Ascona gebliebene Kapitän habe am Sonntag in der Schweiz auf dem Platz mit dem Ball gearbeitet, berichtete Löw. (dpa)

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