Sport : Schweiß, Öl und Gase

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Wie riecht es in einer Männerfußball-Umkleidekabine? Nach Schweiß, natürlich, in allen seinen Ausdünstungen; nach Massageöl, vor allem jenem mit den Kräuteringredienzen; und im Winter, in unteren Ligen, nach heißem Pausentee. Zwar umhüllen auch Parfümerieprodukte jeglicher Art die Männerkörper, trotzdem können auch, abhängig davon, was die Herren vor dem Spiel zu sich genommen haben, Gerüche entstehen, von denen man an dieser Stelle gar nichts wissen will. So wie man sowieso nicht genau wissen will, wie es in einer Männerfußball-Umkleidekabine riecht. Außer man arbeitet für den Fußballklub Olympiakos Piräus.

Die Verantwortlichen des Athener Vorortklubs haben vor dem spannungsgeladenen Derby am Samstag bei Panathinaikos Athen bei einer Begehung des Stadions „eigenartige Gerüche“ in der Umkleidekabine festgestellt. Nun sind diese, wie oben erwähnt, in Umkleidekabinen alles andere als ungewöhnlich. Jene Gerüche aber seien besonders eigenartig, stellten die Olympiakos-Verantwortlichen fest und beantragten eine staatliche Untersuchung. Es könnte sich um Gase handeln, um unbekannte zudem, also nicht um jene, von denen wir an dieser Stelle gar nicht schreiben wollten. Diese unbekannten Gase könnten sich negativ auf die Leistungsfähigkeit der Olympiakos-Spieler auswirken. Weshalb nun Thomas Magkos, Chemiker des staatlichen Forschungszentrums „Demokritos“, von der Polizei den Auftrag erhalten hat, die Luft in der Umkleidekabine zu prüfen. Das Ergebnis, und das wissen wir jetzt schon, wollen wir gar nicht wissen.

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