Sport : Schwere Ausschreitungen nach Basketballspiel in Athen

Gerd Höhler

Athen - In Athen sind am Wochenende randalierende Fans rivalisierender Sportvereine aneinander geraten und haben Millionenschäden verursacht. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Anhänger des Basketballklubs AEK Athen griffen am Samstag in der Station Agios Eleftherios einen Vorortzug an, in dem sich Fans von Olympiakos Piräus befanden. Die Randalierer attackierten den Zug mit Eisenstangen, Brandflaschen, Steinen und Holzlatten.

Die Olympiakos-Anhänger waren auf dem Rückweg von einem Spiel ihres Vereins in Maroussi im Norden Athens. Dutzende Passagiere des Zuges und andere Fahrgäste, die sich in der Station aufhielten, ergriffen die Flucht, um sich vor den Randalierern in Sicherheit zu bringen. Die Olympiakos-Anhänger stürmten aus dem Zug und verwüsteten die Umgebung des Bahnhofs. Dabei wurden mehr als 30 geparkte Autos und fünf Motorräder zerstört. Auch ein nahe gelegenes Vereinslokal von AEK-Fans ging in Flammen auf. Ein Restaurant, das von AEK-Anhängern besucht wird, brannte völlig aus. Mit den Ausschreitungen setzte sich eine seit Wochen eskalierende Welle der Gewalt im griechischen Sport fort. Polizei und Staatsanwaltschaft beschlossen kürzlich, mehr Überwachungskameras einzusetzen, um die Randalierer in den Stadien identifizieren zu können. Die Ausschreitungen verlagern sich jedoch zunehmend aus den Sportarenen in die Städte.

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