Sport : Schwergewichte in Afrika

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Als 12Jähriger beginnt Cassius Clay, geboren 1942 in Louisville/Kentucky, mit Boxen. 1958 gewinnt er in Rom olympisches Gold. 1964 wird er durch einen Sieg über Sonny Liston Weltmeister. Bis März 1967 verteidigt Ali den Titel weitere acht Mal. Nachdem er sich seiner Einberufung in den Vietnamkrieg widersetzt, verliert er den Titel und seine Boxlizenz für drei Jahre. 1971 verliert er seinen ersten WM-Kampf gegen Joe Frazier. Bis Mitte 1974 hat Ali die gesamte Spitze der Schwergewichtsszene geschlagen. Er ist bereit für Foreman.

Wer war Foreman?

Für den jungen Foreman, 1949 geboren in Marshall/Texas, ist Boxen eine Möglichkeit, von der Straße wegzukommen. Obgleich er erst als 17-Jähriger zum Boxen kommt, entwickelt er sich rasch. 1968 gewinnt er in Mexiko olympisches Gold. Kurz nach seinem Übertritt zu den Profis sagt er: „Ich möchte der zerstörerischste Mann der Welt sein.“ Im Januar 1973 schlägt er Weltmeister Joe Frazier innerhalb von fünf Minuten sechsmal nieder und wird neuer Titelträger. Er verteidigt den Titel zweimal erfolgreich. Er ist der Weltmeister, dann fordert Ali ihn heraus.

Warum Kinshasa?

Da kein US-Promoter bereit ist, eine Börse von jeweils fünf Millionen Dollar zu zahlen, übernimmt der frühere Zuchthäusler Don King die Regie und organisiert den Kampf in Afrika. Es gelingt ihm, Mobutu Sese Seko, den Diktator von Zaire, dazu zu bewegen, einen Großteil der zehn Millionen zu zahlen; den Rest übernimmt eine britische Firma. Mobutu regiert mit harter Hand, einige Monate vor dem Kampf lässt er dreihundert Kriminelle einsperren und fünfzig von ihnen erschießen. Der Rest kommt frei, um den Mord im Untergrund zu verbreiten. miro

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