Sport : Schwerverletzte bei Segelrennen Sydney-Hobart

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Sydney - Drei schwer verletzte Segler mussten bei der traditionsreichen Wettfahrt von Sydney nach Hobart mit einem Hubschrauber von ihrer Yacht geborgen werden. Die 30 Meter lange neuseeländische „Maximus“ hatte am Mittwoch bei schwerer See einen Mastbruch erlitten. Drei weitere Seeleute zogen sich dabei leichtere Blessuren zu. Die starken Winde und hohen Wellen zwangen innerhalb von 24 Stunden sieben weitere Boote zur Aufgabe des Rennens.

„Das war ein unheimlich lautes Krachen“, beschrieb „Maximus“-Mitbesitzer Bill Buckley den Moment, in dem der 500 000 Dollar teure Mast brach. Anschließend sei dieser über das Deck gefegt und habe Crewmitglieder zu Boden gerissen. Laut Rettungsdienst erlitten die drei am schlimmsten getroffenen Segler Verletzungen an Brust, Rücken und Becken. Sie wurden in ein Krankenhaus nach Canberra geflogen.

Die achtköpfige Besatzung der australischen „Koomooloo“ wurde von einem anderen Boot aufgenommen, nachdem es ihr nicht gelungen war, eindringendes Wasser zu stoppen. Nicht mehr dabei ist auch die niederländische „ABN Amro“ unter Skipper Mike Sanderson. In Führung liegend hatte sie ebenfalls ihren Mast verloren. Der Weltsegler des Jahres und Gewinner des Volvo Ocean Race 2005/06 zeigte sich bitter enttäuscht über die erzwungene Rückkehr nach Sydney. Das einzig Positive sei, dass sich niemand aus seiner Crew verletzt habe, sagte Sanderson.

Vor acht Jahren waren bei der Regatta sechs Segler ums Leben gekommen; damals sanken sieben Yachten. Nach Angaben der Offiziellen seien diesmal die Bedingungen für die ursprünglich 78 Boote, die den Hafen von Sydney am zweiten Weihnachtstag verlassen hatten, jedoch zu keinem Zeitpunkt so gefährlich wie 1998 gewesen. dpa

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