Schwimm-EM : Biedermann im Vorlauf ausgeschieden

Deutsche starten schwach in die Schwimm-EM

EindhovenPaul Biedermann nahm es gelassen. „Was soll's? Nur die Olympia-Qualifikation zählt“, sagte der 21 Jahre alte Deutsche Meister zu seinem Vorlauf-Aus bei den Schwimm-Europameisterschaften in Eindhoven. 3:51,22 Minuten reichten über 400 Meter Freistil nur zu Platz 13 unter 31 Startern. Er sei „schon enttäuscht“, räumte Biedermann ein, blickte aber schnell nach vorn. Sein Saisonziel seien die Olympischen Spiele, die EM diene ihm lediglich „als gutes Training“. Er ist einer der wenigen, die überhaupt bei der EM antreten.

Biedermann war am Dienstag zum Auftakt der Schwimm-Wettbewerbe einziger Starter des deutschen Mini-Teams von vier Frauen und fünf Männern. Europarekordler Helge Meeuw (Frankfurt/Main) sagte die 100 Meter Rücken wegen Erkrankung ab und wird wohl auch über die nicht-olympischen 50 Meter Rücken seinen Titel nicht verteidigen können. Eher denkbar sei, dass der 23-Jährige die EM erst am Samstag über die längste Rücken-Distanz von 200 Meter aufnimmt, sagte Bundestrainer Manfred Thiesmann.

Paul Biedermann, eine der deutschen Zukunftshoffnungen, versuchte, sein Aus schnell abzuhaken. „Ich wollte schon ein bisschen schneller sein“, gab er dennoch zu. Seine Bestzeit von 3:48,76 (2006) war aber außerhalb der aktuellen Reichweite: „Ich schwimme aus dem Training heraus und bin nicht speziell vorbereitet.“ Der junge Deutsche setzt mehr Hoffnungen in die heutige Entscheidung über die 200 Meter. Dass Biedermann dort schon den Rekord des Olympiasiegers von Los Angeles, Michael Groß (1:47,44), attackieren und unter 1:48 Minuten bleiben kann, daran glaubt er selbst nicht: „Nach der Vorstellung von heute bin ich skeptisch.“ dpa

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