Schwimmen : EM-Silber für Deutschland

Zum Auftakt der Europameisterschaften in Eindhoven gab es für die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nur einmal Grund zum Feiern: Heike Fischer und Ditte Kotzian sind zu EM-Silber vom Dreimeterbrett gesprungen. Hollands Frauen stellten einen neuen Weltrekord auf.

Kotzian Fischer
Heike Fischer (r) und Ditte Kotzian (l) freuen sich über ihre Silber-Medaillen. -Foto: dpa

EindhovenNach EM- und WM-Silber 2006 in Budapest und 2007 in Melbourne sprangen die 25-jährige Heike Fischer und ihre vier Jahre ältere Partnerin Ditte Kotzian erneut zu Silber. In allen fünf Durchgängen belegten sie Rang zwei hinter den neuen Europameisterinnen aus Russland. Bundestrainer Lutz Buschkow war nach dem gelungenen EM-Auftakt begeistert: "Das haben sie top gemacht." Das Synchronpaar aus Leipzig und Berlin bewies starke Nerven und musste mit 305,64 Punkten nur den Russinnen Julia Pachalina/Anastasia Posdnjakowa (327,57) den Vortritt lassen. "Das war sehr gut, das war super", sagte Ditte Kotzian. Für Heike Fischer war es "der erste Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach Peking". Dritte wurden die Ukrainerinnen Jelena Fedorowa/Alewtina Koroljowa (301,86).

Glanzpunkt des ersten Tages war der Weltrekord der niederländischen Frauen über 4 x 100 Meter Freistil. In unglaublichen 3:33,62 Minuten löschten sie die alte Bestmarke des deutschen Quartetts von Budapest 2006 (3:35,22) aus. Der Serbe Milorad Cavic schwamm über 50 Meter Schmetterling schon im Halbfinale in 23,25 Sekunden Europarekord. Von den deutschen Schwimmern war im 50-Meter-Pool diesmal nichts zu sehen. Die Finals und Halbfinals des Dienstags liefen ohne DSV-Beteiligung ab - Wettkampfhärte holt sich fünf Monate vor Olympia nur die Konkurrenz. Paul Biedermann scheiterte über 400 m Freistil im Vorlauf, Medaillen-Kandidat Helge Meeuw musste über 100 m Rücken erkrankt passen. Die ersten Einzeltitel von Eindhoven gingen an den Russen Juri Prilukow in 3:45,10 Minuten über 400 m Freistil und die Italienerin Alessia Filippi in 4:36,68 Minuten über 400 m Lagen der Frauen. (cp/dpa)

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