SCHWIMMEN : Training im Entenklo

Ein Schwan kreuzte den Weg, in der Badehose sammelte sich der Dreck: Beim einzigen Training der deutschen Langstreckenschwimmer vor den beiden 10-Kilometer-Rennen bestätigten sich die Befürchtungen der olympischen Testwettbewerbe. „Das hier ist ein Entenklo“, sagte Nikolai Evseev, Trainer und Ehemann von Angela Maurer am Mittwoch, keine 24 Stunden vor dem Rennen der 37-jährigen Mainzerin im Serpentine Lake. Sie musste ihr Training im Hyde Park wegen eines Schwans auf der Strecke kurz unterbrechen. „Die sind ja nicht ganz ungefährlich, die Viecher“, sagte sie. Maurer war 2008 Olympia-Vierte geworden. „Ich werde versuchen, um eine Medaille zu kämpfen“, sagte sie.

Bei den Männern ist Thomas Lurz am Freitag Favorit. Dem Rekord-Weltmeister fehlt nur noch Olympia-Gold. „Diesmal habe ich es verdient.“ Andere seien aber auch gut. „Ich bin ja nicht der Übergott“, sagte Lurz und duschte sich nach dem Training sofort ab, um keinen Durchfall zu riskieren. In seiner Badehose hatte sich dunkler Dreck abgelagert. „Schaut mal da“, kommentierte der 32-Jährige und zeigte auf Sedimente von Algen und Tierkot. Die offiziell angegebenen 21 Grad Wassertemperatur wollte Lurz nicht glauben: „Das sind knapp 20.“ dpa

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