Sport : Schwimmen um die Paralympics

Berlin - Vielleicht gibt es dieses Jahr noch mehr Weltrekorde als 2007. Damals stellten die Athleten bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Schwimmen der Behinderten in Berlin 30 Weltrekorde auf. In diesem Jahr ist das Niveau ebenso hoch wie 2007, insgesamt 594 Sportler aus 35 Nationen gehen von Donnerstag bis Sonntag ins Becken der Halle an der Landsberger Allee.

Ein Teil der Weltelite ist da, für viele Nationen geht es um die letzte Chance, sich für die Paralympics in Peking zu qualifizieren. Für die Deutschen sind die Meisterschaften zumindest der letzte internationale Wettbewerb, bei dem sie sich ein Olympiaticket sichern können. Jeder Landesverband in Deutschland hat eine bestimmte Quote an Startplätzen für Peking. Berlin darf sieben Schwimmer schicken, allerdings haben acht große Chancen, die Norm zu unterbieten. Wer zu Hause bleiben müsste, wird dann in einer Extrasitzung festgelegt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist allerdings Thomas Grimm in Peking, der Rollstuhlfahrer vom Paralympischen Sportclub Berlin (PSC), Weltrekordhalter über 50 Meter Brust in seiner Schadensklasse. Er zieht sich nur mit seinen Armen durchs Wasser, das allerdings mit beeindruckender Kraft. „Der hat ein enorm breites Kreuz“, sagt Reinhard Tank, Pressesprecher des Behinderten-Sportverbands Berlin. Der 35-Jährige startet gleich über fünf Strecken.

Zu den Stars der Szene gehört auch Kirsten Bruhn (Neumünster). Die Brust- und Rücken-Spezialistin, an den Rollstuhl gefesselt, hat schon diverse Weltrekorde aufgestellt. In Berlin kommt vielleicht ein neuer dazu. fmb

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