Sebastian Vettel : "Es könnte jetzt nicht besser sein"

Sebastian Vettel über seinen perfekten Tag. Ein Interview mit dem Sieger des Japan-Grand-Prix.

Sebastian Vettel hat allen Grund zum Jubeln.
Sebastian Vettel hat allen Grund zum Jubeln.Foto: dpa

Herr Vettel, morgens die Poleposition, nachmittags der Sieg in Suzuka. War das der perfekte Tag?

Absolut. Das war eine besondere Erfahrung und eine besondere Herausforderung, alles in einen Tag zu packen, damit man auf den Punkt fit ist – sowohl am Morgen als auch am Nachmittag. Es könnte jetzt nicht besser sein.

Täuscht der Eindruck, oder hatten Sie immer alles unter Kontrolle?

Mark hat natürlich versucht, Druck auszuüben, aber ich konnte immer sehr gut reagieren. Der Speed war absolut ausreichend, aber es hätte nicht viel Sinn gemacht, vorne groß wegzuziehen und dabei das Auto vielleicht zu beschädigen oder die Reifen abzunutzen. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, dann muss man noch Reifen haben, und die wollte ich bis zum Ende schonen. Die letzten beiden Runden habe ich dann etwas Gas rausgenommen und Mark wollte noch etwas pushen. Mir war aber klar, wenn ich vorne bin, kann nichts passieren.

Japan scheint Ihr Land, Suzuka Ihre Strecke zu sein.

Ich fühle mich hier sehr wohl, es ist immer wieder etwas ganz Besonderes. Vielen Leuten gefällt es hier leider nicht, aber für uns Fahrer und das ganze Team ist es etwas Spezielles, weil man teilweise ganz anders wahrgenommen wird als bei den anderen Rennen. Die Leute sind mit Leidenschaft dabei und begeistert. Dass sie bei so einem Hundswetter wie am Samstag den ganzen Tag auf der Tribüne bleiben, das sieht man nur in wenigen Ländern.

14 Punkte Rückstand sind es noch auf Webber, mit Alonso sind Sie nun punktgleich.

Gerade beim diesjährigen Punktesystem ist bis zum letzten Rennen alles offen. Lassen wir uns überraschen. Es ging bislang schon ziemlich rauf und runter in der Saison und es sieht nicht so aus, als ob es weniger wird. Wir müssen schauen, dass wir konstant sind, und – wenn wir nicht gewinnen können – trotzdem aufs Podium fahren.

Was erwarten Sie vom nächsten Rennen in Südkorea?

Es ist für alle Neuland und deswegen zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuordnen. Aber wenn wir dann da sind, glaube ich, weiß man recht schnell, wer sich wohl fühlt und wer nicht. Ich war noch nie da, bin die Strecke aber schon im Simulator gefahren und freue mich schon sehr darauf. Etwas Neues zu sehen, ist immer toll.

Das Gespräch führte Karin Sturm.

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