Sport : Seine Empfehlung

Reina hofft auf einen neuen Vertrag bei Hertha

Mathias Klappenbach

Berlin - Er muss weiter warten. Darauf, dass er vielleicht eingewechselt wird. Und darauf, dass es zu den erhofften Gesprächen über eine Vertragsverlängerung kommt. Billy Reina selbst rechnet damit, dass er am Sonntag, wenn Hertha BSC bei Borussia Dortmund spielt, in der Startformation steht. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen seinen ehemaligen Verein zu spielen“, sagt der 32-Jährige. Gegen seine Hoffnung spricht, dass der offensive Reina auf der rechten Außenbahn vor allem in Auswärtsspielen meist nur eingewechselt wird. So bleibt ihm wenig Einsatzzeit, sich für eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages zu empfehlen.

Die Klausel, dass sich der Vertrag bei 25 Einsätzen in Pflichtspielen in dieser Saison automatisch verlängert, wird nicht greifen. Nach seinem Kreuzbandriss im März des vergangenen Jahres konnte Reina erst Ende November zum ersten Mal wieder spielen. „Wenn Billy zu alter Form zurückfindet, reden wir über einen neuen Vertrag“, sagte Manager Dieter Hoeneß damals. Diese Aussage gilt bis heute. Die Verantwortlichen sind sich offensichtlich nicht sicher, ob Reina die alte Gefährlichkeit, die von seinen Tempodribblings ausging, wieder erlangen wird. Konkrete Verhandlungen zwischen der Vereinsführung und Reina hat es acht Spieltage vor Ende der Saison noch nicht gegeben. Hertha bastelt weiterhin am Kader für die neue Saison. Das wird laut Manager Dieter Hoeneß auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil sich der Zeitraum, in dem die meisten Spieler auf dem Markt sind, in den vergangenen Jahren in die Monate Mai und Juni verschoben habe.

Auch deshalb könnte es sein, dass sich Reina noch einige Zeit gedulden muss. Das verringert einerseits nicht die Unsicherheit über seine berufliche Zukunft. Andererseits gibt es Reina die Chance, auf dem Platz weiter Argumente für seine Weiterbeschäftigung zu liefern. Wenn er denn spielt. Seit seiner Genesung kam er in der Bundesliga elfmal zum Einsatz, dabei nie länger als für 70 Minuten. Seine beiden Tore erzielte er im Berliner Olympiastadion, auswärts stand er nur einmal in der Startelf. So muss er wohl auch am Sonntag auf der Bank zunächst in Erinnerungen schwelgen. „Was mir aus meiner Zeit in Dortmund vor allem im Gedächtnis geblieben ist, sind natürlich die Zuschauer“, sagt Reina. Jetzt begleiten die Fans in Berlin jede Aktion ihres Lieblings mit den lang gezogenen „Billyyyy“-Rufen. Zumindest noch für ein paar Spiele.

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