Sport : SEITENWECHSEL Nichts als Zahlen

Fußballgeschichte kompakt

Stefan Hermanns

Die Fußball-Bundesliga hat in diesem Sommer mit einigem Wirbel ihren 40. Geburtstag gefeiert. Seit der Gründung im August 1963 hat es viele schöne Geschichten aus der Liga gegeben. Wunderbare Tore und große Momente. Von all dem erzählt das gerade erschienene „Bundesliga Lexikon“ jedoch nur am Rande. „Das offizielle Nachschlagewerk“ reduziert all diese schönen Geschichten auf das zwingend Notwendige: auf Zahlen und die dazugehörigen Namen. Der Rest – die 48 Stars etwas, die über ihren Klub schreiben – ist großzügig zu vernachlässigen. Uwe Seeler zum Beispiel schreibt in seinem Beitrag: „Für mich war der Hamburger SV immer ein Traumverein.“ Ach, wer hätte das gedacht.

Auf fast 250 der knapp 400 Seiten sind in alphabetischer Reihenfolge alle Spieler aufgeführt, die in den ersten 40 Jahren in der Bundesliga zum Einsatz gekommen sind, von A wie Jan-Einar Aas (13 Spiele, 1 Tor) bis Z wie Kees Zwamborn (18 Spiele, kein Tor). Mit allen Toren und Eigentoren, die sie pro Saison geschossen haben, ihren Ein- und Auswechslungen, und den Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten, die sie gesehen haben. Hinzu kommen alle Bundesligatrainer und die Schiedsrichter seit 1963. Mehr Zahlen gehen fast nicht. Zumindest nicht in einem Buch.

Bundesliga Lexikon. Das offizielle Nachschlagewerk. Alle Vereine. Alle Spiele. Alle Tore. Sportverlag Europa, 392 Seiten, 24,90 Euro

An dieser Stelle lesen Sie jeden Dienstag einen Buchtipp aus der Welt des Sports.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben