Seoul : Deutsche Eis-Sprinter verpassen Podest

Einen Tag nach dem furiosen Auftakt mit dem Sieg Claudia Pechsteins haben die deutschen Eisschnellläufer in Seoul die Podestplätze verfehlt. Patrick Beckert als Fünfter über 10 000 Meter und Samuel Schwarz als Sechster über 1000 Meter boten dennoch Top-Leistungen.

Auf dem schweren Eis von Seoul hat Eis-Sprinter Samuel Schwarz einen erneuten Podestplatz knapp verfehlt. Eine Woche nach seinem dritten Rang in Obihiro belegte der 31 Jahre alte Berliner über 1000 Meter den sechsten Platz. „Es war heute ganz schwer. Umso mehr verblüffen mich die Spitzenzeiten“, sagte der Olympia-Fünfte, der am Samstag 1:10,72 Minuten benötigte. „Es war trotzdem ein gutes Rennen. Über Platz sechs muss ich nicht heulen“, erklärte Schwarz, der in der Gesamtwertung Platz drei behauptete.

Erneut war der Russe Pawel Kulischnikow von keinem Gegner zu bezwingen. In 1:09,56 Minuten gewann der 500-Meter-Sieger des Vortages vor den Niederländern Stefan Groothuis und Kjeld Nuis. Nico Ihle aus Chemnitz steigerte sich gegenüber der Vorwoche um zwei Plätze und wurde in 1:10,89 Minuten Achter.

Zuvor hatte Patrick Beckert über 10 000 Meter zwar einen furiosen Schlussspurt hingelegt, das selbst gesteckte Ziel mit einem Podestplatz aber verfehlt. „Er ist ganz schwer in das Rennen hineingekommen, hat sich gequält. Doch etwa ab der Hälfte lief weit es besser“, schilderte Teamchef Helge Jasch das Rennen. Der Olympia-Sechste aus Thüringen steigerte sich von Runde zu Runde und überholte im Schlussspurt in 13:40,80 Minuten den zwischenzeitlich im direkten Duell klar vorn liegenden Niederländer Douwe de Vries.

Auch zum Auftakt vor einer Woche im japanischen Obihiro hatte Beckert über 5000 Meter den fünften Platz belegt und rangiert damit im Gesamt-Weltcup ebenfalls auf diesem Rang. Bob de Jong, der niederländische Olympiasieger von 2006 in Turin, lief im letzten Paar in 13:17,51 Minuten die Bestzeit und übernahm die Führung im Gesamt-Klassement.

Weniger gut lief es am Samstag für Beckerts Erfurter Teamgefährtin Judith Hesse über 500 Meter. Nach Rang drei am Vortag reichte es für die 32-Jährige diesmal mit der Außenbahn in der Schlusskurve in 39,12 Sekunden nur zu Platz elf. Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa gelang vor heimischer Kulisse die Revanche für die tags zuvor erlittene Niederlage gegen die Japanerin Nao Kodaira. In 37,99 Sekunden feierte sie den 30. Weltcupsieg ihrer Laufbahn und baute ihre Gesamt-Führung auf 40 Punkte aus. Judith Hesse fiel auf Rang fünf zurück. Über 1500 Meter setzte sich die Niederländerin Marrit Leenstra (1:57,76) gegen ihre favorisierte Teamgefährtin Ireen Wüst durch. (dpa)

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