Sport : Serena Williams legt vor

Die Olympiasiegerin zieht leicht und locker ins Finale von Istanbul ein.

Hoch hinaus. Serena Williams hat von ihren letzten 49 Matches 47 gewonnen. Foto: AFP
Hoch hinaus. Serena Williams hat von ihren letzten 49 Matches 47 gewonnen. Foto: AFPFoto: AFP

Istanbul - Olympiasiegerin Serena Williams steht zum fünften Mal im Endspiel der Tennis-Weltmeisterschaft und greift nach ihrem dritten Titel. Die Siegerin der Jahre 2001 und 2009 setzte sich am Samstag im Halbfinale der mit 3,8 Millionen Euro dotierten WTA-Championships in Istanbul in 61 Minuten mit 6:2, 6:1 gegen Agnieszka Radwanska durch und erwartet im Endspiel an diesem Sonntag die Russin Maria Scharapowa oder die Nummer eins der Weltrangliste, die Weißrussin Victoria Asarenka.

Die an Nummer vier gesetzte Polin Radwanska war nach ihrem dreieinhalbstündigen Match am Abend zuvor gegen die Italienerin Sara Errani zu müde, um der Favoritin aus den USA wirksam Paroli bieten zu können. „Das war ein Vorteil für mich“, sagte Serena Williams, die in dieser Saison in Wimbledon und New York zwei Grand-Slam-Titel geholt und von ihren letzten 49 Matches nun 47 gewonnen hat.

Zuvor hatte sich am Freitag Asarenka in ihrem entscheidenden Gruppenspiel gegen Li Na aus China mit 7:6 (7:4), 6:3 durchgesetzt. Durch diesen Erfolg war bereits klar, dass die Weißrussin das Jahr als Nummer eins der Welt beenden wird. Sie ist die elfte Spielerin seit Einführung der Weltrangliste 1975, die die Saison als Führende beendet. Gegen Li Na lag die Weißrussin im zweiten Durchgang schon mit 5:1 vorne, musste dann aber zwei Spiele in Serie abgeben. Schließlich nahm sie der Chinesin aber doch noch das Aufschlagspiel ab und durfte jubeln.

Angelique Kerber war bei ihrem WM-Debüt nach drei Niederlagen bereits in der Vorrunde gescheitert. Die 24 Jahre alte Kielerin war dennoch stolz, schließlich beendet sie das Jahr 2012 auf Platz fünf der Weltrangliste. „Warum es so schnell so weit nach oben ging, kann ich auch nicht richtig erklären“, sagte Kerber. Die ersten beiden Turniersiege, der Sprung unter die besten Fünf der Welt, Olympia, Wimbledon-Halbfinale und zum Abschluss die erste Deutsche seit Anke Huber 2001 bei der WM – es war eine Saison wie in einer Achterbahn. Nur dass es für die begeisterte Karussell-Fahrerin mit wenigen Ausnahmen ausschließlich bergauf ging. dpa

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