Serie: Meine Eisbären : Rob Zepp: Torwart ohne Grenzen

Am 4. September starten die Eisbären in Kassel in die neue Saison. Bis dahin erzählen die Spieler des deutschen Eishockeymeisters von ihrem besonderen Verhältnis zum Klub. Teil acht: Rob Zepp.

EHC Eisbaeren Berlin - Adler Mannheim
Solide, sicher. Torwart Rob Zepp.Foto: ddp

Wie ich zu den Eisbären gekommen bin.

Das war 2007, ich habe damals in Finnland gespielt. Dann kam das Angebot aus Berlin, da hat sich Eisbären-Manager Peter John Lee bei meinem Agenten gemeldet. Ich hatte schon einiges von den Eisbären gehört, zudem war Berlin natürlich wegen meiner deutschen Herkunft für mich interessant. Es war ein aufregender Gedanke, in das Land zu gehen, aus dem meine Familie kommt.

Mein erstes Spiel für die Eisbären.

Das war 2007 in Mannheim, das erste Saisonspiel und wir haben es 6:3 gewonnen. War das aufregend, die Arena war voll mit über 13.000 Zuschauern. Was haben die für einen Lärm gemacht. Ich kannte die unglaubliche Stimmung in den deutschen Stadien ja noch nicht, aber ich muss sagen: Das ist immer noch jedes Mal aufregend für mich, in der DEL vor den tollen Fans zu spielen. Die deutschen Fans sind die besten Eishockeyfans der Welt. Wenn ich das in Kanada erzähle, wollen sie mir das kaum glauben. Man muss es eben erlebt haben.

Mein schönstes Spiel für die Eisbären.

Das ist schwer. Na gut. Sagen wir mal, es gibt zwei: Das vierte Finalspiel 2008 in Köln und das vierte Finalspiel 2009 in Düsseldorf. Da sind wir beide Male Meister geworden und es natürlich ein bewegender Moment, den Pokal in die Luft zu stemmen.

Was die Eisbären so besonders für mich macht.

Es ist die perfekte, fast schon familiäre Organisation. Von Billy Flynn, Peter John Lee bis zu Detlef Kornett und den Fans: Sie alle vermitteln einem als Spieler ein warmherziges Gefühl. Und dann sind natürlich auch noch die zwei Meisterschaften, die ich mit den Eisbären gewonnen habe etwas Besonderes für mich.

Ostberlin, Berlin-Ost oder Berlin?

Ich entscheide mich klar für Berlin. Mit der neuen Arena ist das auch bei den Eisbären alles zusammengewachsen. Wir Spieler wollen das Team für Berlin sein, wir wollen keine Grenzen.

Wenn ich nicht an die Eisbären denke, dann denke ich am liebsten an…

… meine Frau und meinen Sohn.

Die Eisbären werden auch diesmal wieder Meister, weil…

…wir wissen, worauf es ankommt und weil wir eine eingeschworene Truppe sind.


Aufgezeichnet von Claus Vetter

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