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Sex-Affäre : Prozess gegen Franck Ribéry hat begonnen

Franck Ribéry erschien nicht zum Auftakt des Prozesses wegen der vor drei Jahren bekanntgewordenen Sex-Affäre. Ihm und Real-Madrid-Profi Karim Benzema wird Sex mit einer minderjährigen Prostituierten vorgeworfen.

Abwesend. Benzema und Ribéry (rechts) erschienen nicht zur Verhandlung.
Abwesend. Benzema und Ribéry (rechts) erschienen nicht zur Verhandlung.Foto: AFP

Gut drei Jahre nach Bekanntwerden der Sex- und Rotlicht-Affäre um Franck Ribéry hat in Frankreich der Prozess gegen den Fußball-Star des FC Bayern München begonnen. Unter den insgesamt acht Angeklagten sind auch Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema und Ribérys Schwager. Ribérys Anwalt Carlo Alberto Brusa beantragte bei der Prozesseröffnung am Dienstag in Paris, dass das Verfahren hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Sowohl der 30 Jahre alte französische Bayern-Star als auch Benzema (25) waren in Paris nicht anwesend. Ihnen wird Sex mit einer minderjährigen Prostituierten vorgeworfen. Ribéry ist nach dem Triple mit den Bayern noch im Urlaub. Auch das in die Affäre verwickelte frühere Callgirl Zahia D. erschien nicht zur Prozesseröffnung.

Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Justiz muss allerdings nachweisen, dass die Betroffenen das Alter des Mädchens kannten.

Die inzwischen als Dessous-Designerin arbeitende Zahia D. hatte im Polizeiverhör zwar ausgesagt, sie habe als Minderjährige 2008 mit Benzema und 2009 mit Ribéry Sex gegen Bezahlung gehabt. Sie versicherte aber auch, die beiden Profis hätten ihr damaliges Alter nicht gekannt. Das beteuerten auch Ribéry und Benzema. Ribéry bestreitet zudem, „Sex gegen Bezahlung“ gehabt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt. Der zuständige Untersuchungsrichter André Dando verwies den Fall trotzdem an das Strafgericht in Paris.

Die Affäre war im Frühjahr 2010 wenige Monate vor der WM in Südafrika bekanntgeworden, die für Frankreich zum Fiasko wurde. Die Ermittlungen richteten sich vor allem gegen einen mutmaßlichen Zuhälterring, der im Nachtclub „Zaman Cafe“ an der berühmten Champs-Élysées in Paris Callgirls unter anderem an Fußball-Profis vermittelt haben soll. Der Besitzer des inzwischen per Stadtverordnung geschlossenen Clubs ist ebenfalls unter den Angeklagten. (dpa)

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