Shorttrack : Ahn holt Gold für Südkorea

Die südkoreanischen Shorttracker haben bei den Winterspielen in Turin einen Doppelsieg über die 1500 Meter errungen.

Turin - Die Shorttracker aus Südkorea haben sich gleich in der ersten Entscheidung der Olympischen Winterspiele von Turin für die Pleite in Salt Lake City revanchiert. Über 1500 Meter verbuchten sie am Sonntag durch den dreifachen Weltmeister Ahn Hyun-Soo und seinen Landsmann Lee Ho-Suk Gold und Silber. Bronze ging an an den Chinesen Li Jiajun.

US-Topstar Apolo Anton Ohno, der vor vier Jahren die Strecke nur durch die umstrittene Disqualifikation des Südkoreaners Kim Dong-Sung gewonnen hatte, strauchelte vor 5000 Zuschauern in der Palavela-Halle schon im Halbfinale. Zuvor hatte er lautstark Gold-Ambitionen auf allen vier Distanzen angemeldet.

Für die deutschen Shorttracker hagelte es zum beim Olympia-Auftakt nur herbe Enttäuschungen. In der 3000-Meter-Damen-Staffel scheiterten Aika Klein (Rostock), Christin Priebst, Tina Grassow und Yvonne Kunze (alle Dresden) im Halbfinale als Vierte und Letzte. «Das war nicht der Traumtag des deutschen Teams», konstatierte Aika Klein. Favorit Südkorea und Italien zog ebenso in den Endlauf am 22. Februar ein wie China und Kanada im anderen Halbfinale. Das deutsche Quartett muss nun im Lauf um die Plätze fünf bis acht antreten.

Auch in beiden Einzelkonkurrenzen waren die Deutschen gleich in Runde eins auf der Strecke geblieben. Aika Klein stürzte im Vorlauf über 500 Meter und schied ebenso unglücklich aus wie Susanne Rudolph aus Grafing, die den für die nächste Runde notwendigen zweiten Platz als Dritte knapp verpasste.

Zuvor waren über 1500 Meter auch Sebastian Praus (Mainz) und Tyson Heung (Dresden) schon im Vorlauf gescheitert. «Meine Beine waren blau, ich hatte letzte Woche noch eine Grippe», entschuldigte sich der Deutsch-Kanadier Heung, der den Sprung in die nächste Runde als Vierter nur um einen Schritt verpasste. Praus wurde in seinem Rennen gar nur Letzter. «Ich wollte unbedingt in Halbfinale, weil ich dort eigentlich hingehöre», schimpfte er. (tso/dpa)

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