Sport : Showsport

Warum es offizielles und anderes Snowboarden gibt

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Snowboarden ist nicht gleich Snowboarden. Der Skiweltverband Fis setzt bei Weltcups, Weltmeisterschaften und Olympia auf die Halfpipe und den überholten Parallelriesenslalom. SnowboardIkonen wie der Norweger Terje Haakonsen haben dafür nur Verachtung übrig. „Sie rufen Weltmeister aus bei Veranstaltungen, an denen die besten Fahrer der Welt niemals teilnehmen würden“, sagt der Chefideologe der Szene. Stattdessen hat Haakonsen mit der „Ticket-to-Ride-Tour“ eine Serie geschaffen, die die wichtigsten verbandsunabhängigen Events als Qualifikation für den Höhepunkt Mitte April auf den Lofoten nimmt. Snowboardprofis fahren – ähnlich wie Radprofis – in Teams, die von Sponsoren getragen werden. Natürlich haben Marketingprofis die kaufkräftige Schicht der 14- bis 29-jährigen Snowboardfans längst als Zielgruppe entdeckt. Die Veranstaltungen kommen als Mischung aus Showsport und Livekonzerten daher und werden von Musik- und anderen Sendern weltweit übertragen. Kein Wunder, dass Getränke-, Handy-, Sportbekleidungs- und Snowboardhersteller als Sponsoren auftreten. JR

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