Sport : Sicher aus der Deckung

Mathias Klappenbach

erklärt, warum Hertha BSC jetzt schnell umdenken muss Das offizielle Saisonziel von Berlins Fußball-Bundesligist heißt: einstelliger Tabellenplatz. Das ist aus Sicht der Klubverantwortlichen die notwendige und vernünftig erscheinende Konsolidierung, nachdem Hertha BSC in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgangen ist. Und Platz neun, das wäre nach dem bisherigen Saisonverlauf mit fünf Unentschieden und dem blamablen Aus im DFB-Pokal sogar ein großer Erfolg.

Aber Manager, Trainer und Mannschaft hatten mit der Zielsetzung vor Saisonbeginn anscheinend insgeheim gehofft, mehr zu erreichen. Zumindest treten sie so auf: Da ist der hohe Anspruch des Trainers an die Mannschaft, wie ein Spitzenteam mutig und offensiv zu spielen, und da ist das Beschwören des „vorhandenen Potenzials“ im Kader durch den Manager. Ein neunter Platz nämlich steht bei Hertha trotz der vergangenen Saison für ein verlorenes Jahr. Nur leider können die Spieler den höheren Anspruch im Moment nicht umsetzen, und es stellt sich die Frage: Ist die Mannschaft dafür zu schwach?

Hertha sollte deshalb so auftreten wie ein Team, das auch intern weiß, dass es mit den Besten noch nicht wieder mithalten kann: aus der sicheren Deckung. Und damit ist nicht das Spielfeld gemeint. Das entspricht dem aktuellen Leistungsniveau und könnte krampflösend wirken. Denn eine verkrampfte Mannschaft kann ihr Potenzial nicht entwickeln. Und bleibt nur Mittelmaß.

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