Sicherheit : Österreich auf Krawalle vorbereitet

Nach der medialen Schlammschlacht anlässlich des Vorrundenspiels Deutschland gegen Polen wappnen sich die österreichischen Sicherheitsbehörden für mögliche Fan-Ausschreitungen.

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Hooligans in Haft. Beim WM-Spiel gegen Polen wurden vor zwei Jahren über 400 Schläger festgenommen.Foto: dpa

Die österreichischen Sicherheitsbehörden bereiten sich auf mögliche Krawalle anlässlich des Vorrundenspiels Deutschland gegen Polen am Sonntag in Klagenfurt vor. Den deutschen und polnischen Boulevardmedien, die sich in den vergangenen Tagen heftige Auseinandersetzungen geliefert hatten, warf der Chefkoordinator für die Fußball-EM der österreichischen Regierung, Heinz Palme, am Samstag im Deutschlandradio Kultur vor, zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Damit seien die Grenzen der „Vernunft und des Anstands“ überschritten. Bereits bei der Fußballweltmeisterschaft vor zwei Jahren lieferten sich deutsche und polnische Hooligans im Vorfeld des Spiels ihrer Nationalmannschaften in Dortmund gewalttätige Auseinandersetzungen. Damals flogen Stühle und Flaschen, es gab 430 Festnahmen. Nach den Worten Palmes orientiert Österreich sein Sicherheitskonzept an dem von Deutschland bei der WM 2006. Es seien nationale Hooligan-Daten ausgewertet und das Schengener Abkommen für die Zeit der Europameisterschaft außer Kraft gesetzt worden. Außerdem würden szenekundige Beamte aus den jeweiligen Ländern vor Ort eingesetzt werden. (Leo/AFP)

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