Sicherheit : Türkei gegen Schweiz: Polizei in Alarmbereitschaft

Ein Großaufgebot der Polizei bewacht das EM-Spiel zwischen der Schweiz und der Türkei in Basel. Auch 750 deutsche Beamte sind im Einsatz. Vor zweieinhalb Jahren hatte es Auseinandersetzungen gegeben - zwischen den Fußballern.

BaselVor der emotional aufgeladenen EM-Partie zwischen der Schweiz und der Türkei (20.45/ZDF) hat die Polizei am Mittwoch in Basel die Fußballfans mit einem Großaufgebot beobachtet. Auch Polizisten aus Deutschland kamen zum Einsatz, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei. 500 Polizisten aus Baden-Württemberg und 250 Beamte aus Hessen seien nach Basel gereist, um die Schweizer Polizei zu unterstützen. Zu Gewalttaten sei es bis zum späten Nachmittag nicht gekommen.

Die Fans beider Mannschaften seien im Vorfeld des Spiels friedlich geblieben. Auch an den deutsch-schweizerischen Grenzübergängen wurde verstärkt kontrolliert. Besondere Vorkommnisse gab es nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Weil am Rhein (Baden-Württemberg). Ziel der verstärkten Kontrollen sei es gewesen, Gewalttäter an der Einreise in die Schweiz zu hindern.

Das Spiel am Mittwochabend in Basel galt als schwierig, nachdem es beim WM-Qualifikationsspiel im November 2005 zwischen den beiden Teams Auseinandersetzungen gegeben hatte. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war die Situation eskaliert, als der türkische Assistenztrainer Mehmet Özdilek einem Schweizer Spieler ein Bein stellte und anschließend selbst einen Tritt erhielt. In den Katakomben hatte sich darauf eine wüste Schlägerei entwickelt, bei der vor allem Schweizer Spieler angegriffen wurden. Schon beim Hinspiel in Bern hatte es Provokationen von türkischer Seite gegeben. (dpa)

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