Sicherheit : Türkische Fackeln kommen Hertha teuer zu stehen

Das Europapokalspiel gegen Galatasaray wird Folgen haben für Hertha - weil türkische Fans bengalische Fackeln entzündeten. Der Gastgeber rechnet mit einer Geldstrafe der Uefa.

André Görke
Fackeln
Kurvenfeuer. Türkische Fans zündeten ihre Fackeln nach einer Stunde.Foto: dpa

Nach einer Stunde brannten in der Westkurve des Berliner Olympiastadions plötzlich Bengalische Fackeln. Erst eine, dann zwei, dann drei und immer mehr - "insgesamt rund 25 Stück", wie eine Auswertung laut Hertha BSC ergeben hat. Wie die Berliner am Tag nach dem 0:1 gegen Galatasaray Istanbul mitteilten, konnten zehn Täter ermittelt und von Sicherheitskräften aus dem Block gezogen werden. Sie alle waren Fans von Galatasaray Istanbul. Da jedoch der Gastgeber verantwortlich ist für die Zuschauerkontrolle, wird die Uefa nicht nur Galatasaray mit einer hohen Geldstrafe belegen, sondern auch Hertha BSC. "Das ist ärgerlich. Wir werden prüfen, ob wir die ermittelten Täter in Regress nehmen können", teilte Hertha auf Anfrage mit. Üblich ist eine Strafe in Höhe von mehreren tausend Schweizer Franken.

Weitere 46 Fackeln sollten ins Stadion geschmuggelt werden

Dabei hätte der Abend noch viel gefährlicher werden können. "Unsere Ordner haben 46 Fans von Galatasaray bei der Kontrolle am Stadiontor erwischt, die Fackeln ins Olympiastadion schmuggeln wollten", sagte ein Vereinssprecher. Sechs von ihnen hätten die Pyrotechnik in ihren Schuhen versteckt. Sie alle erhielten eine Anzeige und Tageshausverbot. Insgesamt hätten somit rund 70 Fackeln im Stadion brennen können. 

Die Feuer können Umstehende schwer verletzten

Laut internationaler Stadionordnung ist das Abrennen von Pyromaterial streng verboten. Die Fackeln werden viele hundert Grad heiß, ihre glühenden Tropfen und Funken können umstehende Fans schwer verletzen. Den Tätern droht zudem jahrelanges bundesweites Stadionverbot.

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