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Mönchengladbach schlägt Köln 5:1 und holt auf

So läuft das nicht. Wie sein 1. FC Köln ging Lukas Podolski beim Derby in Mönchengladbach in die Knie. Foto: dapd
So läuft das nicht. Wie sein 1. FC Köln ging Lukas Podolski beim Derby in Mönchengladbach in die Knie. Foto: dapdFoto: dapd

Mönchengladbach - Der Glaube an den Klassenverbleib ist in den Borussia-Park zurückgekehrt. „Das war heute unsere letzte Chance, die haben wir genutzt. Das war enorm wichtig für uns“, sagte der überragende Stürmer Mike Hanke nach dem glanzvollen 5:1 (3:0) im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln. Auch Trainer Lucien Favre, der mit seinem Team den dritten Heimsieg im vierten Spiel feierte, hat zumindest den 16. Tabellenplatz im Visier. „Ich bin extrem zufrieden. Jetzt müssen wir bis Saisonende weiter punkten“, sagte Favre.

Mit dem höchsten Bundesliga-Heimsieg seit dem 15. Oktober 1997 (5:1 gegen 1860 München) konnte der Tabellenletzte mit nun 26 Punkten den Rückstand auf den Relegationsplatz verkürzen. „Jetzt müssen wir wieder auf die Füße kommen und die positiven Dinge mitnehmen. Wir hatten sehr großen Druck vor dem Spiel“, sagte Havard Nordtveit, der vor 53 104 Besuchern im nicht ganz ausverkauften Borussia-Park mit seinem Treffer den Schlusspunkt setzte. Zuvor hatten Juan Arango, zweimal Marco Reus und Filip Daems mit einem Handelfmeter getroffen. Milivoje Novakovic gelang kurz nach der Pause mit dem 1:3 der einzige Treffer für die schwachen Gäste.

Die Gladbach-Fans feierten die „Auferstehung“ ihrer schon abgeschriebenen Mannschaft im 100. Bundesligaspiel im neuen Stadion wie eine gewonnene Meisterschaft, die Profis des 1. FC Köln schlichen vom Platz. „Ich kann das auch nicht erklären. Ich kann mich bei den Leuten nur entschuldigen“, sagte Nationalspieler Lukas Podolski. Auch Trainer Frank Schaefer, der schon beim 0:4 im Hinspiel eine bittere Stunde erlebte, war völlig enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. „So grausam und brutal kann Fußball sein“, sagte der Kölner Coach. „Das war ein richtig harter Tag.“ Dabei hatte sein Team zu Beginn der zweiten Halbzeit durchaus die Chance, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Novakovic schaffte mit seinem ersten Auswärtstor der Saison das 1:3, doch die Antwort der Gastgeber kam prompt. Erst verwandelte Kapitän Daems den Handelfmeter zum 4:1, dann erzielte Nordtveit das 5:1. „Wenn es einmal in die negative Richtung geht, dann kommt alles zusammen“, sagte Schaefer nach dem achten sieglosen Auswärtsspiel in Serie.

Matchwinner bei den Gladbachern waren Doppel-Torschütze Reus und der ehemalige Nationalspieler Hanke, der die ersten drei Tore vorbereitete. „Ich bin zwar enttäuscht, dass ich noch kein Tor geschossen habe, aber drei Vorlagen sind auch okay“, sagte Hanke. Der von Trainer Favre zu seinem Pflichtspiel-Debüt berufene Torhüter Marc-André ter Stegen verlebte einen insgesamt ruhigen Nachmittag, strahlte aber wesentlich mehr Sicherheit aus als sein Vorgänger Logan Bailly. „Er hat ein gutes Spiel gemacht. Er war sicher und ruhig“, sagte der Coach. dpa

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