Sport : Sie sprechen von Melsungen

Doch die Füchse denken schon ans Duell mit Kiel.

von
In der Schwebe. Kapitän Torsten Laen (Mitte) überlegt noch, ob er seinen Vertrag bei den Füchsen verlängern soll. Foto: dapd
In der Schwebe. Kapitän Torsten Laen (Mitte) überlegt noch, ob er seinen Vertrag bei den Füchsen verlängern soll. Foto: dapdFoto: dapd

Berlin - Im Leben von Torsten Laen gibt es derzeit zwei Unbekannte. „Es ist noch nicht sicher, wohin unser Weg in dieser Saison führt“, benennt der Füchse-Kapitän den sportlichen Teil. Aber auch privat steht eine Entscheidung an: Kehrt der 31-Jährige nach der Saison in seine dänische Heimat zurück, oder verlängert er den seit 2009 bestehenden Vertrag in Berlin? „Das möchte ich bis Weihnachten geklärt haben“, sagt Laen. „Ich muss weiter auf internationalem Top-Niveau spielen können, aber auch sehen, wie wir unser Familienleben mit zwei Kindern in Berlin in den Griff bekommen.“ Nach Abschied klingt das nicht unbedingt.

„Jetzt denke ich aber erst mal an die Bundesliga, an Melsungen“, sagt der Abwehrstratege. Mit einem Sieg gegen die Hessen heute (19 Uhr, Schmeling-Halle), würde das Konto der Füchse auf 10:0-Punkte anwachsen. „Ein Selbstläufer wird das nicht“, warnt Laen. Die Punkte sind aber eingeplant, nichts soll die Freude auf den Sonntag trüben: Da steigt das Spiel der Spiele gegen den THW Kiel. In der Vorsaison blieben die Kieler unbesiegt, im Pokal gewannen sie in der Schmeling-Halle, im Halbfinale der Champions League aber hatten die Füchse den THW am Rand einer Niederlage. „Wir reden natürlich über dieses Spiel, aber Melsungen ist erst mal wichtiger“, sagt Laen.

Ohnehin gibt es vor dem Spitzenspiel einiges zu tun. Die Deckung ist noch nicht stabil. „Wir haben in Alexander Petersson einen starken Abwehrspieler verloren, und die Feinabstimmung mit Konstantin Igropulo dauert noch ein wenig“, sagt Laen. Ein zweites Problem ist die so genannte zweite Reihe, von der noch nicht die erhoffte Entlastung für die Stammkräfte ausgeht. Auch deshalb hat Trainer Dagur Sigurdsson viel durchgewechselt. „Wir haben mehr auf uns geschaut, weniger auf die Gegner“, sagt Laen. Das wird sich spätestens am Donnerstag ändern, wenn sich alles um Kiel zu drehen beginnt. Hartmut Moheit

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben