Sport : Sieben Dreifachsprünge

16-jährige Japanerin begeistert als Zweite

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Nagoya Von den Wintersportlern sind die Eiskunstläufer in der noch jungen Saison bisher die Fleißigsten. Bereits zwei Grand-Prix-Wettbewerbe haben die Besten von ihnen bestritten, und ein Großteil von ihnen trat auch bei der NHK Trophy in Japan an. Vor heimischem Publikum gelang dabei der Weltmeisterin Shizuka Arakawa ein Auftritt, der mit den höchsten Noten bewertet wurde. Während die Japanerin in Nagoya glänzend in die vorolympische Saison startete, mussten sich die Eistanz-Weltmeister Tatjana Nawka/Roman Kostomarow aus Russland geschlagen geben. Die Bulgaren Albena Denkowa/Maxim Stawiski wurden höher als sie benotet.

Shizuka Arakawa feierte ihren ersten Sieg in einem Grand-Prix-Wettbewerb, doch in der Kürwertung hatte ihre Landsfrau, Juniorenweltmeisterin Miki Ando, die bessere Leistung geboten. Ando konnte aber nicht mehr den Rückstand aus dem Kurzprogramm wettmachen und wurde Zweite. Das 16-jährige Talent zeigte sieben Dreifach-Sprünge, darunter auch die Kombination aus dreifachem Lutz und dreifachem Rittberger, während Arakawa beim dreifachen Flip stürzte. Dritte wurde die Russin Elena Sokolowa.

Erneut nicht dabei war Vize-Weltmeisterin Sasha Cohen. Sie hatte bereits ihre Teilnahme beim China-Cup im Rahmen des Eiskunstlauf-Grand-Prix abgesagt. Die US-Amerikanerin leidet seit längerer Zeit bereits an einer Rückenverletzung, die sie schon zur Absage beim Skate America zwang.

Denkowa/Stawiski besiegten die Weltmeister Nawka/Kostomarow klar in der Kür. Die Bulgaren hatten das technisch anspruchsvollere Programm zu einem ungewöhnlichen Musikmix aus afrikanischer und klassischer Musik. Nawka/Kostomarows Interpretation von Giacomo Puccinis „Tosca“ wirkte dagegen blass. Auf Rang drei kamen die Franzosen Isabelle Delobel/Olivier Schoenfelder.

Deutsche Eiskunstläufer waren weder bei den Damen noch im Eistanz am Start, nachdem Christina Beier/William Beier (Oberstdorf) auf der Reise nach Japan ihr Gepäck mit den Schlittschuhen verloren und nicht mehr rechtzeitig erhielten. Sie mussten ihre Meldung deswegen zurückziehen. Einzig in der Paarlauf-Konkurrenz traten mit den Chemnitzern Eva-Maria Fritze und Rico Rex zwei Deutsche an. Doch zu überzeugen wussten sie nicht, denn als Achte wurden sie letztlich in den Ergebnisprotokollen geführt.

Die EM-Siebenten konnten sich gegenüber dem Kurzprogramm nicht verbessern. Sie kamen auf die Gesamtpunktzahl von 115,42. Ihre Kür war die Achtbeste und wurde mit 73,76 Punkten benotet. Den Sieg holten sich zum zweiten Mal in Folge die russischen Weltmeister von 2000, Maria Petrowa und Alexei Tichonow. Sie hatten bereits nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen und bauten ihren Vorsprung in der Kür aus. 187,56 Punkte bekamen sie insgesamt. Zweite wurden die chinesischen WM-Dritten Pang Qing und Tong Jian mit 179,62 Punkten, Dritte die Polen Dorota Zagorska und Mariusz Siudek (177,24).dpa

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