Sport : Sieben Tore in einer Halbzeit – Union siegt 5:2 in Rostock

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Die beste Nachricht vorneweg: Es blieb friedlich im Spiel zwischen dem FC Hansa Rostock und dem 1. FC Union, auch wenn die Berliner Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit durch das Abbrennen von Feuerwerk für Kopfschütteln sorgten. Sportlich verlief das Spiel aus Berliner Sicht erfreulicher, der 1. FC Union siegte in Rostock locker 5:2 (0:0). Die Begegnung war wie drei andere an diesem Wochenende in der Ersten und Zweiten Liga von der Polizei als Hochsicherheitsrisikospiel eingestuft worden.

Zum einem, weil Rostock und Union eine ausgeprägte Rivalität verbindet und zum anderen, weil Hansas Fans zuletzt negativ aufgefallen waren. Im vergangenen Heimspiel gegen den FC St. Pauli hatte es schwere Krawalle gegeben, die dazu führten, dass Hansas Hauptsponsor seinen Ausstieg zum Saisonende ankündigte. Die Angriffe einiger Rostocker Rowdys, die mit Leuchtraketen auf St. Pauli-Fans geschossen hatten und das Abbrennen von Pyrotechnik verdarben vielen friedlichen Fans wohl die Lust am Stadionbesuch, am Freitag verloren sich nur 14 000 Besucher in die Rostocker Arena.

Die, die gekommen waren, sahen einen 1. FC Union, der den Gastgebern von Beginn an überlegen war. Bereits in den Anfangsminuten scheiterte Silvio nach feinem Zuspiel von Chinedu Ede völlig frei am Rostocker Torhüter Kevin Müller. Kurze Zeit später legte John Jairo Mosquera zurück auf Christopher Quiring, aber der Winkel war zu spitz. Die Rostocker fanden nie ins Spiel. Lediglich Timo Perthel vergab kurz vor der Halbzeit eine gute Gelegenheit für die Gastgeber.

In der zweiten Halbzeit wandelten die Berliner ihre Überlegenheit dann auch in Tore um. Binnen einer Viertelstunde trafen Pfertzel, Quiring und Mosquera zur klar verdienten 3:0-Führung. „Da haben wir die Chancen dann auch genutzt“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. „Der Sieg war hochverdient.“ Der Rostocker Tobias Jänicke konnte nach gut einer Stunde zwar verkürzen, wenig später stellte Mosquera mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den alten Abstand aber wieder her. Lucas Albrecht hatte Rostock dann noch mal herangebracht, ehe Patrick Zoundi in der Schlussphase zum Endstand traf.

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