Sport : Siebtes Spiel, siebter Sieg

Albas Basketballer gewinnen in Gießen 95:63

Tim Kunz

Gießen - Alba Berlin siegt weiter. Auch vom letztjährigen Halbfinalisten Gießen 46ers ließen sich die Berliner gestern bei ihrem souveränen 95:63 (52:37)-Auswärtserfolg nicht stoppen. Es war Albas siebter Sieg am siebten Spieltag der Basketball-Bundesliga (BBL). Erfolgreichste Werfer waren Jovo Stanojevic (27 Punkte), Matej Mamic (21), Quadre Lollis (17) sowie Demond Greene (16), während bei Gießen B.J. Elder (17) am besten traf. „Stanojevic und Lollis waren von Gießen nie zu halten. Unsere Mannschaft zeichnet derzeit aus, dass sie sehr selbstbewusst ist und jeder für jeden da ist“, sagte Alba-Coach Henrik Rödl, der „mehr Gegenwehr“ der Gießener erwartet hätte.

Mit dieser war es aber bereits nach 16 Minuten vor 3200 Zuschauern in der Sporthalle Ost vorbei. Die komplette Alba-Bank sprang auf, nachdem Kapitän Mamic mit einem Dreier sein Team mit 41:23 in Führung brachte. 20:4-Punkte in Serie hatten die Berliner zuvor nach ihrer 21:17-Führung am Ende des ersten Viertels erzielt. Nur in den ersten fünf Minuten, bis zum 10:12, hatte der Tabellenführer beim Tabellenfünften kleinere Probleme. Danach war Alba auch ohne den verletzten Spielmacher Hollis Price deutlich überlegen. Martynas Mazeika, Mike Penberthy und Demond Greene wechselten sich beim Spielaufbau ab und nahmen in der Verteidigung den zuletzt überragenden Gießener Louis Campbell aus dem Spiel. „Das war ein guter Test für uns, denn ich glaube nicht, dass Hollis Price am Dienstag im Uleb-Cup gegen Saloniki spielt“, sagte Rödl.

Alba bekam in der ersten Halbzeit nur Gießens B.J. Elder nicht vollständig in den Griff. Das war aber beim Stand von 52:37 schon nebensächlich. Die Berliner spielten ihre körperliche Überlegenheit aus und dominierten unter dem Korb vor allem durch Lollis und Mamic sowie Stanojevic klar.

Nach dem dritten Viertel führte Alba auch dank des nie zu stoppenden Stanojevic sogar mit 78:43. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird, weil in Gießen wegen der engen Halle immer eine sehr gute Stimmung herrscht“, sagte Demond Greene. Ohne Price haben man „ein bisschen langsamer“ gespielt. „Wir haben uns mehr darauf konzentriert, unsere großen Leute unter dem Korb einzusetzen. Das hat gut geklappt“, sagte der Nationalspieler.

In der Tat, denn während sich die Berliner 47 Rebounds sicherten, konnten die Gießener insgesamt nur 20 zurückgeprallte Bälle ergattern.

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