Sieg gegen Braunschweig : Alba siegt dramatisch

22 Punkte hatten die Berliner Basketballöer gegen Braunschweig Vorsprung. Und dann verloren sie fast noch das Spiel. Am Schluss wurde es dramatisch.

Helen Ruwald

Sechs Minuten und 14 Sekunden waren noch zu spielen, als Luka Pavicevic es nicht mehr mitansehen konnte. Der Trainer von Alba Berlin sah die Blamage nahen. Der Tabellenführer der Basketballbundesliga war dabei, einen 22-Punkte-Vorsprung aus dem zweiten Viertel zu verspielen und führte nur noch 57:54. Zunächst halfen Pavicevics Worte nichts, der Tabellenzwölfte aus Braunschweig ging unter dem früheren Alba-Trainer Emir Mutapcic sogar in Führung. 

Kurz vor Schluss lag Alba sogar zurück

Die 8608 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof erlebten unerwartet ein dramatisches Finish, ehe Alba doch noch 64:63 (38:22) siegte. 2,4 Sekunden vor Schluss lagen die Berliner noch 62:63 zurück, ehe Braunschweigs William Franklin zweimal an der Freiwurflinie scheiterte und ein überflüssiges Foul der Gäste Alba zwei Freiwürfe bescherte. Freiwürfe zählen normalerweise zu Albas großen Schwächen, doch Adam Chubb verwandelte sicher. „Das war vielleicht das wichtigste Spiel der Vorrunde. Ich gratuliere meinem Team zu einem wichtigen Sieg. Aber wir haben einige unverzeihliche Fehler gemacht“, sagte Pavicevic. Alba verhinderte damit die vierte Niederlage in Folge nach den Misserfolgen in Ljubljana, Bamberg und Rom und bleibt in der Arena am Ostbahnhof ungeschlagen. Allerdings wird sich die Mannschaft am Dienstag deutlich steigern müssen, um im vorentscheidenden Europaligaspiel gegen Fenerbahce Istanbul eine Chance zu haben.

Alba begann gut, Ansu Sesay machte in den ersten fünfeinhalb Minuten neun der 14 Berliner Punkte. Im zweiten Viertel gelangen den Gästen nur neun Zähler, alles sah nach einem locker herausgespielten Berliner Pflichtsieg aus. Doch dann bewiesen die Braunschweiger,warum sie zuletzt gegen den Tabellenzweiten Oldenburg nur knapp verloren hatte. Alba war völlig von der Rolle, keiner konnte Braunschweigs Kapitän Andrew Drevo, Topscorer mit 22 Punkten (15 in der zweiten Halbzeit) stoppen. Albas Vorsprung schmolz, weil die Berliner zu nachlässig wurden, einfache Punkte zuließen und selbst in guter Wurfposition nicht in den Korb trafen. Bis es dann richtig dramatisch wurde.

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