Sport : Sieg im Schneesturm Tobias Angerer gewinnt den Langlauf-Weltcup in Falun

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(dpa/Tsp). Im Faluner Schneesturm hat sich Tobias Angerer aus Vachendorf am Dienstag den ersten Weltcupsieg seiner Laufbahn erkämpft. Durch den dritten Platz von Jens Filbrich (Frankenhain) und Rang vier des Oberwiesenthalers René Sommerfeldt führen die deutschen Skilangläufer erstmals den Nationencup an. Im Gesamtweltcup baute Sommerfeldt seine Führung aus und wird entgegen der ursprünglichen Planung doch am kommenden Wochenende in Otepää (Estland) über 30 km klassisch starten.

Nur der Italiener Pietro Piller Cottrer konnte bei der Doppelverfolgung über 15 km klassisch und 15 km Freistil als Zweiter einen Dreifacherfolg der Deutschen verhindern. „Zum dritten Male die Plätze eins, drei und vier – das ist fantastisch. Irgendwann wird es uns auch gelingen, alle drei Plätze auf dem Treppchen zu erkämpfen“, sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Die Entscheidung fiel am letzten Anstieg, als sich die drei Deutschen, drei Italiener und der Franzose Viottoz aus der Spitzengruppe lösten. „Bis dahin lief’s optimal. Da habe ich mir eine gute Siegchance ausgerechnet und auf meine Spurtchance gehofft“, sagte der frühere Sprinter Tobias Angerer. An seinem Erfolg, der ihm rund 30 000 Euro Prämie einbrachte, konnte keiner rütteln, während zwischen Filbrich und Sommerfeldt das Zielfoto herangezogen werden musste. Für Sommerfeldt brachte die Verteidigung der Weltcupspitze zusätzlichen Stress. Um in Otepää starten zu können, fuhr er unmittelbar nach Siegerehrung und Dopingkontrolle mit dem Auto nach Stockholm, damit er am Abend mit der Fähre nach Estland übersetzen konnte.

Bei den Damen landete die Tschechin Katerina Neumannova über die halbe Distanz in ihrem zweiten Rennen nach der Babypause ihren zweiten Sieg. Im Zielspurt bezwang sie Gabriella Paruzzi (Italien) um eine halbe Skilänge. Die drittplatzierte Weltcup-Spitzenreiterin Kristina Smigun (Estland) lag zwei Meter zurück. Evi Sachenbacher (Reit im Winkl) musste am letzten Anstieg ihre vier Begleiterinnen ziehen lassen und wurde mit 15,9 Sekunden Rückstand Fünfte. Pech hatte die Oberwiesenthalerin Claudia Künzel als Zwölfte (1:17,6 Minuten zurück). Sie kollidierte eingangs der zweiten von vier 5,75 km langen Runden mit der Slowenin Petra Majdic, stürzte und verlor den Anschluss.

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