Sport : Sieg mit Rhythmusstörungen

Albas Basketballer gewinnen gegen Tübingen 90:72 – doch überzeugen können die Berliner noch nicht

Helen Ruwald

Berlin - Ihre zwei letzten Basketball-Bundesligaspiele hatten die Walter Tigers Tübingen mit der Schluss-Sirene noch verloren. Das Selbstbewusstsein des Aufsteigers litt nicht darunter. Im Gegenteil: Mit viel Entschlossenheit trat das Team gestern Abend in der Max-Schmeling-Halle an, mit dem Ziel, gegen Alba zu gewinnen. Tatsächlich lagen die Berliner schon nach rund drei Minuten mit 2:12 zurück. Doch am Ende waren es wieder die Tübinger, die sich ärgern mussten. Alba Berlin gewann vor 4449 Zuschauern 90:72 (47:38). Es war der vierte Sieg im fünften Spiel, doch wirklich überzeugen konnte Alba nicht. Beste Werfer waren Jovo Stanojevic (14 Punkte), Matej Mamic und Michael Wright (je 13).

Wie schon am Sonntag gegen Schwelm fehlte bei Alba am Anfang die Konzentration. Das Experiment, erstmals in dieser Saison mit Szymon Szewczyk anstelle von Stanojevic auf der Centerposition zu starten, funktionierte zunächst nicht. Erst als Stanojevic wieder ins Spiel kam, holte Alba auf. Nach dem ersten Viertel lag Alba noch mit 17:22 zurück, zog dann aber mit 22:6-Punkten in Folge davon.

Alba dominierte bei den Rebounds, und auch Szewczyk setzte sich nun immer besser in Szene. Bei Tübingen gelangen zwar Kevin Burleson bis zur Pause vier Dreipunktewürfe, dafür machte Bundesliga-Topscorer Brian Jones nur sechs Punkte (insgesamt elf). Nach der Pause gab es Szenenapplaus und Sprechchöre für Stefano Garris, bei dem sich gute und schlechte Szenen noch abwechselten. Szewczyk war bald mit vier Fouls belastet und saß lange auf der Bank. In Mamic, Wright, Tein und Brown standen bisweilen vier neue Spieler zusammen auf dem Feld, die sich noch aufeinander einstellen müssen. Ihren Rhythmus haben die Berliner noch nicht gefunden. Wo sie wirklich stehen, werden sie am kommenden Samstag feststellen – beim Spitzenspiel in Bonn.

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