Sport : Sieg mit System

Dortmund zeigt sich nach der Pause gut erholt und verblüfft Gegner Wolfsburg beim 2:1-Erfolg

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Auf die Winterpause hatten sie bei Borussia Dortmund sehnlicher gewartetet als kaum ein anderer Verein in der FußballBundesliga. Nach desolaten Vorstellungen in der Vorrunde hat die Pause den Dortmundern „sehr gut getan“, verkündete ihr Trainer Bert van Marwijk vor dem Rückrundenstart in Wolfsburg. Nicht nur, dass die Borussia ein neues System mit drei Stürmern einstudiert hat, auch das Selbstvertrauen sei gewachsen, sagte van Marwijk. „Die ganze Gruppe ist wieder frisch.“ Jedenfalls schon mal so frisch, dass sie gestern vor 29 600 Zuschauern beim VfL Wolfsburg 2:1 (0:0) gewinnen konnte.

Das erste Signal wiedererwachter Dortmunder Stärke setzte Sebastian Kehl, als er Wolfsburgs Künstler D’Alessandro nach vier Minute vehement vom Ball trennte. Überhaupt präsentierte sich Dortmund in Wolfsburg gefestigt, einzig Christoph Metzelder hatte bei seinem ersten Bundesligaauftritt von Beginn an nach quälend langer Verletzungspause gegen Wolfsburgs Linksaußen Martin Petrov Probleme. Das allein reichte den Niedersachsen aber nicht aus, um Torgefahr zu entwickeln. Ein Umstand, den Wolfsburgs Trainer Erik Gerets als „große negative Überraschung“ wertete. „Wir wollten die Dortmunder Verteidigung von Anfang an mit drei Stürmern unter Druck setzen, doch den Druck haben wir nie entwickelt“, sagte der Belgier.

Richtig Fahrt bekam die Partie erst nach dem Seitenwechsel, als Dortmund die Entscheidung mit zwei Toren gelang. Die Führung besorgte der eingewechselte Pole Ebi Smolarek. Der von Feyenoord Rotterdam ausgeliehene Stürmer benötigte bei seinem Bundesligadebüt ganze zehn Minuten, um seinen neuen Arbeitgeber jubeln zu lassen. Fünf Minuten später erhöhte Jan Koller auf 2:0 für Dortmund. Ein Verlauf der Dinge, den van Marwijk in der Halbzeit seinen Spielern vorausgesagt hatte. „Wenn Ihr richtig gierig auf das Tor seid, macht Ihr es auch“, hatte van Marwijk gesagt. Diese Gier machte am Ende den Unterschied, denn den größeren Willen zeigte eindeutig Borussia Dortmund.

Dagegen unternahm Wolfsburg bis in die Schlussphase hinein keine großen Anstalten, den Fehlstart in die Rückrunde zu vermeiden. Die Niedersachsen berannten das Dortmunder Tor erst mit gesteigertem Einsatz, als dem Argentinier Facundo Quiroga der Anschlusstreffer gelungen war (82.). Es war zu spät, um die Dortmunder, die ihren Vorsprung mit großem Aufwand verteidigten, noch vom Erfolgsweg abbringen zu können.

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