Sieg nach Penaltyschießen : Eisbären siegen in München

Die Eisbären Berlin gewinnen eine schwache Begegnung gegen den EHC München nach dem Penaltyschießen über sieben Durchgänge mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 0:0/1:0). Lediglich ein Berliner zeigte sich in Normalform - und bekam ein Lob von Trainer Don Jackson.

Günter Klein
Freude über den späten Sieg: Die Eisbären taten sich in München sehr schwer.
Freude über den späten Sieg: Die Eisbären taten sich in München sehr schwer.Foto: dpa

Matthew Foy hatte freies Eis vor sich. Der Pass auf den Eisbären-Stürmer war in der Rücken der Münchner Abwehr gespielt worden, in der Kurve seufzten die Münchner Fans schon entsetzt auf. Doch was machte Foy? Der große Mann setzte sich schwerfällig in Bewegung, fast schien es, als würde Schläfrigkeit ihn überkommen. Und da kam von hinten der zwar auf das reife Alter von 40 Jahren zugehende, aber weitaus flinkere Münchner Verteidiger Blake Sloan heran und stibitzte Matthew Foy die Scheibe vom Schläger. Das war in der 31. Minute des Spiels EHC München gegen die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eine bezeichnende Szene.

Der Deutsche Meister hat beim Tabellenelften eine schwache Partie abgeliefert. Die Berliner haben sie zwar mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 0:0/1:0) nach Penaltyschießen gewonnen, aber eben nicht in dem Stil und mit dem Ergebnis, wie es einem Meister geziemen würde. Er benötigte ein Penaltyschießen über sieben Durchgänge, um mit den biederen Münchnern fertig zu werden, die im Tor den unerfahrenen, 20 Jahre alten Lukas Steinhauer stehen hatten. Andre Rankel war es, der beim Fehlschuss-Festival im Penaltyschießen endlich zum 3:2-Sieg für die Eisbären traf.
In doppelter Unterzahl war Don Jacksons Truppe nach 2:44 Minuten in Rückstand geraten, doch Barry Tallackson glich 20 Sekunden später aus. Die Berliner, mit drei Blöcken angetreten und begleitet von etwa 300 Fans, machten in der Folge das Spiel – begünstigt auch dadurch, dass die Münchner immer wieder kleinere Fouls begingen kam. Das Berliner Powerplay aber war grottenschlecht, ein zweites Mal gerieten die Eisbären in Rückstand, den erneut Barry Tallackson ausgleichen musste.
Eisbären-Trainer Don Jackson lobte seinen Torwart Rob Zepp („Er war der Unterschied“) und sagte, er sei „stolz auf die zwei Punkte“. Und fast entschuldigend fügte er an: „Mannheim hat gegen Straubing auch erst im Penaltyschießen gewonnen.“

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