Sport : Siegen, wenn es wichtig wird

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Es waren zwei Freiwürfe in der eigenen Halle. Den ersten, am Samstag im Halbfinale gegen den FC Bayern, haben die Basketballer von Alba Berlin souverän reingeworfen. Und den zweiten am Sonntag gegen Ulm ebenfalls. Diese Übung war eine vergleichsweise einfache, zwei Siege in eigener Halle vor überwiegend eigenem Publikum genügten, um den ersten Titel des Jahres 2013 zu gewinnen. Es ist trotzdem ein Titel von großem Wert für Alba Berlin.

Die Berliner brauchten diesen Erfolg in einer Stadt, in der die Konkurrenz um Sponsoren und Aufmerksamkeit mit den Siegen der Füchse und der BR Volleys immer härter wird. Seit dem Ende der Meisterära vor zehn Jahren aber haben die Basketball-Trophäen meist einen Bogen um Berlin gemacht. Nur noch drei Titel haben die Berliner Basketballer seitdem geholt: Meister 2008, Pokalsieger 2006 und 2009. Der Anspruch, bester Klub in Deutschland zu sein, widersprach der Realität. Am Wochenende aber haben die Berliner zumindest gezeigt, dass ihre aktuelle Mannschaft die besten Teams der Liga schlagen kann, wenn es wichtig wird. Sportlich ungleich bedeutsamer ist natürlich der Meistertitel.

Den Berlinern hat in den letzten Jahren das Sieger-Gen gefehlt, das sie während der Meisterära ausgezeichnet hat. Diese Gewissheit, ein enges Spiel am Ende zu gewinnen, ließen sie zuletzt vermissen. Wendell Alexis und Henrik Rödl hatten diese Sicherheit, das aktuelle Team ist sich darüber noch nicht so ganz im Klaren. Seit dem Wochenende aber wissen Heiko Schaffartzik, Dashaun Wood und Yassin Idbihi, dass sie Titel holen können. Das haben sie den anderen Bundesligisten in dieser Saison voraus.

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