Sport : Siegenthaler geht, der HSV greift den DFB an

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Berlin – Als Urs Siegenthaler aus dem Mauritius-Urlaub kommend im heimischen Basel landete, war er überrascht. In den Zeitungen stellten Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, Ligachef Reinhard Rauball und Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), offen seine Doppelrolle als DFB-Scout und Sportlicher Leiter des Hamburger SV wegen eines möglichen Interessenkonfliktes infrage.

Am Donnerstag wollte er gleich die Irritationen klären, doch am Abend resignierte er: „Aufgrund von mir nicht beeinflussbaren Umständen stand ich vor der Alternative einer Tätigkeit für den HSV oder den DFB“ – er entschied sich für den DFB. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass Urs Siegenthaler nun zu einer Entscheidung gezwungen wurde“, sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann. Am Montag hätte Siegenthaler in Hamburg antreten sollen. Nun wählte er den schnellen Ausstieg. Zumal der Job beim HSV an Attraktivität verloren haben dürfte. Erst wurde Bastian Reinhardt als sein Vorgesetzt installiert, dann zeigte sich der Schweizer irritiert über Widerstände in der Jugendabteilung, die er neu ordnen wollte. dob

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