Sieger in Queens : Andy Murray bricht den britischen Fluch

Andy Murray hat als erster Brite seit 71 Jahren das Rasenturnier im Londoner Stadtteil Queens gewonnen. Das Turnier gilt traditionell als Generalprobe für Wimbledon. "Nächster Halt Wimbledon", schreibt denn auch schon das britische Massenblatt "Daily Mail" voller Erwartung.

Markus Hesselmann
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The King of Queens. Andy Murray.Foto: dpa

Murray setzte sich am Sonntag im Finale des mit 750.000 Euro dotierten Turniers von Queens gegen den Amerikaner James Blake mit 7:5. 6:4 durch und gewann seinen ersten Titel auf Rasen. Der an Nummer eins gesetzte Tennisprofi aus Schottland blieb in der Woche von Queens ohne Satzverlust und gilt nun als Mitfavorit für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon in einer Woche.

Sein Sieg von Queens sei "ein früher Startschuss für die Murraymania, die seine Auftritte in Wimbledon umweht", schrieb die "Daily Mail" weiter und verwies darauf, dass viele Queens-Sieger danach auch Wimbledon gewannen. Murray selbst versucht derweil, die Euphorie einzudämmen. "Es ist ein Problem, das viele Leute in diesem Land haben: Große Dinge zu erwarten und zu denken, dass diese Dinge dann einfach passieren", sagte Murray.

Letzter britischer Sieger in Queens war Bunny Austin 1938. In Wimbledon gewann kein Brite mehr im Herreneinzel, seit Fred Perry dort 1936 Gottfried von Cramm geschlagen hatte.

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