Sport : Sieglos in Serie

Mönchengladbach verliert gegen Fenerbahce Istanbul.

Foto: dapd
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Mönchengladbach - Die ersehnte Europapokal-Teilnahme entwickelt sich für Borussia Mönchengladbach langsam zum Alptraum. Mit dem 2:4 (1:2) gegen das türkische Spitzenteam Fenerbahce Istanbul verlor der Bundesligist das erste Heimspiel der Europa League in der Gruppe C. Nur die prächtige Europapokalstimmung mit südländischer Begeisterung von rund 8000 türkischen Fans entsprach bei der Rückkehr auf die europäische Bühne nach 16 Jahren internationalem Niveau.

Die Leistung des Teams von Trainer Lucien Favre hatte wie bereits beim 0:0 in Limassol vor 14 Tagen kein Europapokal-Format. Dennoch sagte Filip Daems: „Das ist nichts Schlimmes. Das kann jeder Mannschaft passieren.“ In der Pause kam es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen und seinem Mitspieler Granit Xhaka. Sportdirektor Max Eberl musste die Streithähne mit energischem Einschreiten trennen. „Ich musste nicht schlichten, ich musste die Emotionen herunterholen“, erklärte Eberl nach der Partie.

46 279 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park erlebten eine runderneuerte Elf, die Trainer Lucien Favre nach dem 0:5 gegen Dortmund am vergangenen Samstag auf fünf Positionen umgebaut hatte. Unter anderem stand der langjährige Hertha-Spieler Torben Marx in der Startelf. Die Mannschaft ging in der hitzig geführten Begegnung gegen den türkischen Rekordmeister in der 18. Minute in Führung. Per Kopf, durch Luuk de Jong, den zuletzt oft kritisierten Niederländer. Aber der Vizemeister und Pokalsieger aus Istanbul zeigte sich nicht sehr beeindruckt. Das im Sommer durch die Topstars Raul Meireles und Dirk Kuijt verstärkte Team setzte die Gastgeber stark unter Druck. Cristian Baroni gelang mit einem Freistoß aus 20 Meter in den oberen Torwinkel in der 25. Minute der Ausgleich. Eine weitere Einzelaktion, diesmal durch einen Distanzschuss von Meireles, brachte die Gäste noch vor der Pause in Führung.

In der zweiten Halbzeit spielte die Borussia besser, kam auch zu guten Chancen – aber fing sich ein weiteres Gegentor. Einen Konter schloss Kuijt zum 1:3 ab. Wenig später, in der 74. Minute, gelang Gladbach durch den eingewechselten Igor de Camargo zwar der Anschlusstreffer, mehr gelang aber nicht: Cristian traf kurz vor dem Abpfiff aus kurzer Distanz zum Endstand.

Nach der erneuten Pleite und dem siebten Spiel in Serie ohne Sieg kommt am Sonntag mit Eintracht Frankfurt der Tabellenzweite in den Borussia-Park. Zum Negativtrend sagte Sportdirektor Eberl: „Wir müssen selber da raus aus der Scheiße.“ dapd

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