Sport : Silber vom Turm

Die deutschen Wasserspringer bleiben die Nummer eins in Europa

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Madrid Heiko Meyer ist bei den Schwimm-Europameisterschaften in Madrid aus zehn Meter Höhe zu Silber gesprungen. Der Sportsoldat aus Riesa musste im Springen vom 10-m-Turm mit 664,80 Zählern nur den Ukrainer Anton Sacharow (666,18) vorbeilassen. Der erst 18 Jahre alte Dresdner Tony Adam wurde in seinem ersten EM-Finale Vierter (635,07). Mit drei Titeln, drei zweiten und einem dritten Platz sind die deutschen Wasserspringer die Nummer eins in Europa.

Im Schwimmen erlebte dagegen Mark Warnecke eine Enttäuschung. Über 50 m Brust kam der 34 Jahre alte Arzt nicht über Platz sieben hinaus. „Es ist ärgerlich, wenn es im Zwischenlauf klappt und im Endlauf nicht“, sagte Warnecke. „Mit meiner Zeit aus dem Zwischenlauf wäre ich hier Zweiter geworden.“ Nach dem enttäuschenden 29. Platz über 100 m Brust konnte sich Warnecke über 50 m nicht rehabilitieren. Den Titel gewann der 25 Jahre alte ukrainische Weltrekordler und Titelverteidiger Oleg Lisogor.

„Bei mir ist alles auf Olympia ausgerichtet“, hatte der für den SV Cannstatt startende Bochumer Warnecke vor dem Finale erklärt. „Ich habe noch nie so hart und viel trainiert wie im Moment.“ Die Olympia-Qualifikation Anfang Juni bei den deutschen Meisterschaften in Berlin verzeiht keine Ausrutscher. Athen könnte den Hobby-Rennfahrer reich machen. Ein Sponsor zahlt Mark Warnecke, der seine fünfte Olympiateilnahme anstrebt, eine Million Euro, wenn er Gold über 100 m Brust holt.

Für die Frankfurterin Silvia Vida kam bei ihrem internationalen Comeback nach fast drei Jahren über 200 m Freistil das Aus im Halbfinale. Vida war erst am Montag aus dem Trainingslager in Flagstaff zurückgekehrt. Dagegen ist Sandra Völker (Leipzig) mit einer guten Leistung gestartet. Die 30 Jahre alte Olympiazweite von 1996 erzielte in den Vorläufen über 50 m Freistil in 25,49 Sekunden die drittbeste Zeit. „Ich bin damit sehr zufrieden“, sagte Völker, die ihren Start in der spanischen Hauptstadt als Test für die Olympia-Qualifikation betrachtet. Vorlaufschnellste war Völkers frühere Trainingspartnerin Therese Alshammar (Schweden/25,21) vor der Niederländerin Marleen Veldhuis (25,37). Bei den Männern schied Carsten Dehmlow (Hamburg) in der gleichen Disziplin als 22. unter 36 Startern aus.dpa

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