Sport : Ski-Alpin: Die Angst des Abfahrers

"Ich gehe mal davon aus, dass so etwas nicht mehr passiert", hatte Max Rauffer am Sonntag im Tagesspiegel-Interview zum Thema Angst auf der Piste gesagt. Gemeint war ein Sturz wie in Beaver Creek, bei dem der Abfahrtsläufer 1997 nur knapp einer Querschnittlähmung entging. "Angst darfst du nicht haben." Auch auf der Streif in Kitzbühel nicht, wo "die Veranstalter versuchen, die Piste mit Gewalt sehr schwer zu machen".

Und nun das: Rauffer stürzte auch im zweiten Training zur Weltcup-Abfahrt auf der Streif. Nachdem er am Dienstag im Zielhang auf den Rücken geknallt war und sich Prellungen zugezogen hatte, schlug es ihm gestern die linke Bindung auf. Mit rund 100 km/h flog er in die Sicherheitsnetze, blieb aber unverletzt. "Es ist wie verhext", klagte Rauffer. "Gestern war es mein eigener, dummer Fehler, heute konnte ich nichts dafür. Ich bin maßlos enttäuscht und völlig verunsichert. Es kann gut sein, dass ich nach Hause fahre und Kitz sausen lasse." Cheftrainer Martin Oßwald versuchte, ihn zum Bleiben zu überreden. "Je früher er wieder fährt, desto besser. Wenn es der Körper zulässt, muss er diesen Krieg durchstehen. Trotzdem werden wir ihn die Piste nicht runterzwingen."

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