Ski alpin : Die Fahrfehler der Favoriten

Felix Neureuther wahrte die Fassung. Und dass, obwohl er das erste Mal seit über anderthalb Jahren im Slalom ausgefallen war. Bei zwei anderen Deutschen überwog dagegen die Freude.

Levi - Stefan Kogler (Schliersee) als 16. und Dominik Stehle (Obermaiselstein) als 19. landeten zum ersten Mal in den Punkte-Rängen und haben dem Deutschen Skiverband (DSV) beim Sieg des Franzosen Jean-Baptiste Grange immerhin einen Achtungserfolg beschert. „Das war ein sehr überraschendes Rennen, auch wenn man sieht, wie eng alles zusammen ist“, sagte DSV-Alpin-Direktor Wolfgang Maier. „Sonst sind wir nur mit Felix präsent. Das war eine sehr ansprechende Leistung von Stefan und Dominik und ein klares Zeichen, dass es Schritt für Schritt vorwärts geht.“ Einen Schritt nach vorne machte auch Maria Riesch bei den Frauen mit ihrem dritten Platz im gestrigen Slalom.

Im Rennen der Männer brauste Stehle in seinem 8. Weltcup mit Startnummer 68 erstmals in den zweiten Lauf. „Im zweiten Durchgang war ich total relaxed, weil ich mein Ziel schon erreicht hatte“, sagte der 22-Jährige. Auch Coach Mario Weinhandl war sichtlich zufrieden. „Was an Potenzial da ist, weiß man als Trainer. Heute ist das Gott sei Dank aufgegangen“, sagte Weinhandl, der das Aus von Neureuther als „ganz normalen Rennunfall“ ansah. Aber nicht nur der im Training vor einer Woche gestürzte Partenkirchener Neureuther tat sich schwer.

Andere Mitfavoriten wie Benjamin Raich (Österreich), Ted Ligety (USA) oder Manfred Mölgg (Italien) brachten sich auf dem nur gut 430 Meter hohen Levi-Tunturi mit Fahrfehlern um Siegchancen. Dagegen fuhr Grange zum Auftakt des WM-Winters in herausragender Form. Der 24-Jährige verwies Gesamtweltcupsieger Bode Miller (USA) sowie Weltmeister Mario Matt (Österreich) auf die Plätze. dpa

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