Sport : Ski alpin: Gerg droht Karrierende

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München - In ihrem letzten Winter im alpinen Ski-Weltcup wollte sich Hilde Gerg noch einmal den großen Traum vom Olympia-Gold erfüllen, doch der erfolgreichen Karriere droht nun ein jähes Ende. Nach einer schweren Knieverletzung ist für die beste deutsche Abfahrerin die Teilnahme an den Winterspielen im Februar 2006 in Turin in Gefahr. „Das ist schon ein Tiefschlag. Ich war in guter Form. Es ist klar, dass das auf die Moral drückt“, sagte Gerg.

Bei einem Sturz im Super-G-Training in Copper Mountain/USA zog sich die 30 Jahre alte Gerg eine Stauchung des Schienbeinkopfes, einen Meniskusschaden sowie einen Teileinriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zu. „Die Piste war weich, und ich bin mit dem Innenski weggerutscht. Es war sehr schmerzvoll“, berichtete Gerg. Eine Rückkehr in die Heimat war für die Lenggrieserin zunächst nicht möglich, da das geschwollene Gelenk einen sicheren Transport verhinderte. Gerg will aber so schnell wie möglich nach Deutschland fliegen, um sich von ihrem Arzt Erich Rembeck untersuchen zu lassen. Der Mediziner hatte sie bei ihrer letzten schweren Verletzung betreut. 2002 erlitt Gerg bei einer Abfahrt in Kanada einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und kehrte ohne Operation schon nach 14 Tagen wieder in den Weltcup zurück. Gerg will ihr großes Ziel daher noch nicht abschreiben. „Ob es eine Chance gibt, bei den Olympischen Spielen zu starten, werden die weiteren Untersuchungen zeigen“, sagte sie. dpa

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