Ski Alpin : Gold für Svindal im Super-G

Dank Aksel Lund Svindal dominieren die Norweger den olympischen Super-G weiterhin. Der zweimalige Gesamtweltcupsieger gewann in Whistler vor den US-Amerikanern Bode Miller und Andrew Weibrecht.

Vancouver 2010 - Ski alpin
Ein gutes Gefühl. Atle Svindal weiß im Ziel sofort, dass er einen Top-Lauf hingelegt hat. -Foto: dpa

Für den 27-jährigen Svindal war es nach Silber in der Abfahrt das zweite olympische Edelmetall. Auch zum zweiten Mal stand Bode Miller (USA) auf dem Podest. Der 32-Jährige gewann 28 Hundertstelsekunden zurück Silber, Bronze ging an Millers Landsmann Andrew Weibrecht. "Man muss Gas geben, Spaß haben und locker sein", sagte Svindal.

Ausnahmekönner Svindal reite sich in der seit 1988 olympischen Disziplin in eine Reihe großer Namen ein. Hermann Maier (Österreich), Markus Wasmeier (Schliersee) und sein norwegischer Landsmann Kjetil Andre Aamodt waren Vorgänger des Parade-Technikers. Und die beiden trafen sich gleich beim TV-Interview im Zielraum, wo die Österreicher ihre nächste Speedschlappe hinnehmen mussten. Kein Austria-Fahrer kam unter die Top 10.

Erschöpft stützte sich Silbergewinner Miller im Ziel auf seine Ski-Stöcke - mit Startnummer 11 hatte er in der Sonne in Whistler Zweifel, dass es für Gold reichen würde. "Ich hatte das Gefühl, dass die Geschwindigkeit ein bisschen fehlte." Und er sollte recht behalten, denn Svindal spielte seine technischen Stärken im unteren Teil aus. Dennoch war es auch für den Amerikaner wieder ein Erfolg, denn in Turin wurde er zwar in der Disco, aber nicht auf dem Podest gesehen.

Keppler scheidet aus - Järbyn stürzt schwer

Der 27-jährige Stephan Keppler schied nach mehreren Fahrfehlern vorzeitig aus. Sauer und enttäuscht hockte er am Pistenrand. "Wahrscheinlich war ich übermotiviert. Ich bin von Anfang an nicht in den Lauf reingekommen. Das war ein vermasselter Lauf", meinte der Ebinger, der noch in der Kombination startet.

Rasant und schnell kam Peter Fill ins Ziel. Die Ski verkanteten bei guten Zwischenzeiten, er krachte durch ein Tor und rutschte den Schlusshang hinunter - dort winkte er mit seinen Ski-Stöcken unverletzt ins Publikum. Glück im Unglück hatte wohl der 40-jährige Schwede Patrick Järbyn bei einem einen schlimm wirkenden Sturz auf den Hinterkopf. "Patrick ist okay", sagte der schwedische Teamarzt Per Lliljeholm. Järbyn erinnere sich zwar nicht an den Unfall, habe aber ersten Untersuchungen zufolge keine schwerwiegenden Verletzungen erlitten. (dpa)

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